Kenia: Bischöfe warnten nach Gewalt in Kirche vor politischer Eskalation

Erzbischof Martin Kivuva Musonde der Erzdiözese Mombasa, umringt von anderen Bischöfen. Foto: Vatican News

Nach einem gewaltsamen Zwischenfall in einer anglikanischen Kirche in Kenia, haben katholische Bischöfe ihre wachsende Sorge über die politische Gewalt im Land zum Ausdruck gebracht. Während eines Gottesdienstes wurde Tränengas eingesetzt, was bei zahlreichen Gläubigen, darunter auch Kindern, zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führte. Der Vorfall ereignete sich im Zusammenhang mit der Anwesenheit eines bekannten Oppositionspolitikers und löste sowohl in der Kirche als auch in der Umgebung Panik und gewalttätige Auseinandersetzungen aus. Darüber berichtete Agenzia Fides.

Die katholischen Bischöfe bezeichneten den Gewalteinsatz in einer Kirche als schweren Verstoß gegen die verfassungsmäßig geschützte Religionsfreiheit. Sie verlangen eine lückenlose Aufklärung und die strafrechtliche Verfolgung aller Beteiligten sowie etwaiger Hintermänner. Darüber hinaus übten sie scharfe Kritik an den zunehmenden Menschenrechtsverletzungen im Land, darunter exzessive Gewalt durch Sicherheitskräfte, willkürliche Verhaftungen und die Einschränkung zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume.

Die Bischöfe bringen die zunehmenden Konflikte mit den Vorbereitungen auf die Parlamentswahl 2027 in Verbindung. Sie appellieren an die Verantwortlichen, das Wahlrecht zu reformieren, die Unabhängigkeit der Wahlkommission zu stärken und eine flächendeckende Wählererfassung zu ermöglichen. In ihrer Stellungnahme heben sie hervor, dass dauerhafter Frieden nur durch Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein erreicht werden könne.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass ein schwerer Unfall den Karnevalsumzug in Mönchengladbach überschattete.

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