Studie: Singapur weltweit religiös vielfältigstes Land – Deutschland auf Rang 20

Weltweit wächst die Vielfalt unter den vertretenen Religionen. Foto: KI-Visualisierung
Eine neue Studie des Washingtoner Pew Research Center bescheinigt Singapur die größte religiöse Vielfalt weltweit. Während viele Spitzenplätze im Asien-Pazifik-Raum und in Subsahara-Afrika liegen, zeigt sich auch in Europa ein Wandel: Deutschland stieg im Ranking deutlich auf, wie das katholische Nachrichtenportal domradio.de am 13. Februar 2026 berichtete.
Laut der veröffentlichten Untersuchung ist Singapur das religiös vielfältigste Land der Erde. In dem Stadtstaat leben Buddhisten (31 Prozent), Religionslose (20 Prozent), Christen (19 Prozent), Muslime (16 Prozent), Hindus (5 Prozent) sowie Angehörige weiterer Religionen (9 Prozent) in vergleichsweise ausgewogener Verteilung. Die Forscher werteten Daten aus mehr als 200 Ländern aus und verglichen Zahlen von 2010 mit aktualisierten Schätzungen aus dem Jahr 2020.
Die meisten Staaten mit „sehr hoher“ religiöser Diversität befinden sich im Asien-Pazifik-Raum – etwa Taiwan und Südkorea – sowie in Teilen Subsahara-Afrikas wie Mauritius, Togo oder Benin. Grundlage der Bewertung war die Verteilung der Bevölkerung auf sieben religiöse Gruppen, darunter Christen, Muslime, Hindus, Buddhisten, Juden sowie Religionslose.
Aus europäischer Sicht fällt besonders der Rückgang der Niederlande auf, die nicht mehr zu den zehn vielfältigsten Ländern zählen und nun Rang 15 belegen. Frankreich ist laut Studie das europäische Land mit der größten religiösen Vielfalt und liegt weltweit auf Platz 10. Dort stehen einer christlichen Mehrheit von 46 Prozent inzwischen 43 Prozent Religionslose gegenüber, während Muslime rund neun Prozent ausmachen.
Deutschland verbessert sich im internationalen Vergleich vom 27. auf den 20. Rang. Rund 56 Prozent der Bevölkerung gelten als christlich, 36 Prozent als religionslos und etwa 6,5 Prozent als muslimisch. Unter den bevölkerungsreichsten Ländern der Welt führen die USA das Diversitätsranking an, während Somalia, Afghanistan und Jemen aufgrund ihrer nahezu vollständig muslimischen Bevölkerung die geringste religiöse Vielfalt aufweisen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass in Brasilien einer Studentin nach Kritik an der Gender-Ideologie mehrere Jahre Haft drohen.
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