Jordanien: Zahl der Toten nach Kirchenanschlag steigt auf neun
Nach dem Angriff auf eine Trauergemeinde in Hamoud starben weitere Verletzte. Kirchen in Jordanien und Palästina läuteten zum Gedenken an die Opfer ihre Glocken.
Am 24. Oktober 2026 stieg die Zahl der Todesopfer des Anschlags auf die griechisch-orthodoxe St.-Georgs-Kirche in Hamoud in der jordanischen Provinz Karak auf neun. Das berichteten die Nachrichtenagentur Associated Press und EWTN News. Bewaffnete hatten am Vortag während einer Trauerfeier das Feuer eröffnet; die Kirche gehört zum Patriarchat von Jerusalem.
Zunächst war von sieben Getöteten die Rede gewesen. Nach dem Tod weiterer Verletzter erhöhte sich die Zahl auf neun. Zahlreiche Menschen wurden bei der Gewalttat verwundet. Die Sicherheitskräfte setzten ihre Suche nach den Tätern fort.
Ein Überlebender schilderte AP, dass die Angreifer auf die vor der Kirche versammelten Trauergäste geschossen hätten. Menschen hätten sich zu Boden geworfen und versucht, hinter Fahrzeugen Schutz zu finden. Der Zeuge berichtete zudem, die Bewaffneten hätten erneut auf bereits Getroffene und auf die Kirchenfassade gefeuert.
Jordaniens Innenminister Mazen al-Faraya bezeichnete die Tat als Terroranschlag einer extremistischen Gruppe. Eine offizielle Zuordnung zu einer bestimmten Organisation lag nach den Berichten vom 24. Oktober zunächst nicht vor. König Abdullah II. kündigte harte Strafen für die Verantwortlichen an. Im Land wurde eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen.
Die Patriarchen und Kirchenoberhäupter Jerusalems riefen zum Gebet für die Opfer und die Genesung der Verletzten auf. Am Samstagmittag läuteten Kirchen in Jordanien und Palästina zum Gedenken an die Getöteten ihre Glocken. Die Kirchenvertreter betonten, der Anschlag dürfe das Zusammenleben und den Zusammenhalt der Bevölkerung nicht zerstören.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass das Patriarchat von Jerusalem den Anschlag verurteilt und den Familien der Opfer sein Beileid ausgesprochen hatte.
