Patriarch Daniil rief zur Überwindung kirchlicher Differenzen durch Dialog auf
Das Oberhaupt der Bulgarischen Kirche erläuterte die Bedeutung der gemeinsamen Feierlichkeiten mit Patriarch Bartholomäus vor dem Hintergrund bestehender Meinungsverschiedenheiten.
Am 18. Oktober 2026 rief Patriarch Daniil, das Oberhaupt der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche, in Sofia dazu auf, Meinungsverschiedenheiten in der orthodoxen Welt durch Dialog zu überwinden und dabei Konfrontation und Spaltung zu vermeiden. Dies erklärte er mit Blick auf den Besuch von Patriarch Bartholomäus von Konstantinopel, wie die bulgarische Redaktion der UOJ berichtet.
Das bulgarische Kirchenoberhaupt erklärte, die gemeinsame Teilnahme an den Feierlichkeiten zu Ehren des heiligen Johannes von Rila zeige trotz bestehender Meinungsverschiedenheiten, wie notwendig es sei, miteinander zu sprechen und nach Wegen zur Lösung der Probleme zu suchen. Die Feierlichkeiten sind dem 1150. Jahrestag der Geburt und dem 1080. Jahrestag des Entschlafens des Heiligen gewidmet.
Patriarch Daniil betonte, die Verehrung der Heiligen sei für die gesamte orthodoxe Welt von Bedeutung, da sie vor Gott stünden und für alle Menschen beteten. Die ehrfürchtige Haltung gegenüber den Heiligen helfe den Gläubigen, an der ihnen geschenkten Gnade Gottes teilzuhaben, sagte er.
Patriarch Bartholomäus war am 17. Oktober auf Einladung der Synode der Bulgarischen Kirche zu einem dreitägigen Besuch in Bulgarien eingetroffen. Im Vorfeld hatten rund 2300 Menschen einen offenen Brief gegen seine Anreise unterzeichnet, in dem sie dem Oberhaupt des Patriarchats von Konstantinopel Ökumenismus und Abweichen vom orthodoxen Glauben vorwarfen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Patriarch Bartholomäus bei der Sonntagsliturgie in Sofia nicht mit dem bulgarischen Kirchenoberhaupt konzelebrieren werde.
