Katholische Kirche beteiligt sich nicht an Suizidberatung

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Die katholische Kirche betont ihre klare Nichtbeteiligung an Beratung oder Begleitung von assistiertem Suizid. Symbolfoto: freepik.com Die katholische Kirche betont ihre klare Nichtbeteiligung an Beratung oder Begleitung von assistiertem Suizid. Symbolfoto: freepik.com

Deutsche Bischöfe schließen Mitwirkung an assistiertem Suizid in kirchlichen Beratungen strikt aus

Die Deutsche Bischofskonferenz der Katholischen Kirche hat klargestellt, dass kirchliche Einrichtungen sich nicht an Beratung, Förderung oder Begleitung von assistiertem Suizid beteiligen. Eine neue Orientierungshilfe der Glaubenskommission betont ausdrücklich die Nichtteilnahme an entsprechenden Optionen innerhalb der Versorgungsplanung am Lebensende und zieht eine Grenze zwischen „Hilfe beim Sterben“ und „Hilfe zum Sterben“. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal CNA am 6. Mai 2026.

Im Mittelpunkt der veröffentlichten Orientierungshilfe steht die klare Abgrenzung kirchlicher Beratungspraxis: In sogenannten „Advance Care Planning“-Gesprächen (ACP) wird assistierter Suizid grundsätzlich nicht thematisiert oder unterstützt. Die katholische Kirche setzt damit ein deutliches Signal, dass sie sich an entsprechenden Beratungsangeboten nicht beteiligt, selbst wenn diese gesetzlich vorgesehen und im Gesundheitswesen etabliert sind.

Der Vorsitzende der Glaubenskommission, Franz-Josef Overbeck, begründete die Haltung mit der unantastbaren Würde des menschlichen Lebens. Diese gelte „von seinem Anfang bis zu seinem natürlichen Ende“ und schließe jede Mitwirkung an Suizidassistenz aus. Kirchliche Einrichtungen, die ACP anbieten, sind demnach verpflichtet, diese Grenze konsequent einzuhalten.

Zwar ist ACP als strukturierter Beratungsprozess in Deutschland gesetzlich im Rahmen des Hospiz- und Palliativgesetzes verankert und wird auch von kirchlichen Trägern genutzt. Doch die Bischöfe betonen, dass die Kirche dabei ausschließlich Formen der „Hilfe beim Sterben“ unterstützt – etwa palliative Versorgung, seelsorgliche Begleitung oder Therapiebegrenzung – und sich klar von jeder „Hilfe zum Sterben“ distanziert.

Die Orientierungshilfe fordert zugleich eine umfassende, ganzheitliche Begleitung von Patienten. Neben medizinischen und pflegerischen Fragen sollen auch soziale, psychische und spirituelle Aspekte berücksichtigt werden. Ziel sei es, Menschen in Krisensituationen zu unterstützen, ohne sie in Richtung eines vorzeitigen Lebensendes zu beeinflussen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Matthias Fröse beim Thema Gebet für kleine, treue Schritte statt Perfektion wirbt.

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