Patriarch Daniel: Apostel Thomas bezeugte auch die Göttlichkeit Christi
Predigt in der Patriarchalresidenz hob Bedeutung von Glaube und Bekenntnis hervor
Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel hat am Thomas-Sonntag (19. April 2026) die Rolle des Apostels Thomas als Zeugen nicht nur der Auferstehung, sondern auch der Göttlichkeit Christi hervorgehoben. In seiner Predigt betonte er die geistliche Bedeutung des Glaubens als Erkenntnis, die über sinnliche Wahrnehmung hinausgeht. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
In der historischen Kapelle der Patriarchalresidenz erklärte Patriarch Daniel, Thomas habe durch sein Verlangen nach Gewissheit letztlich allen Gläubigen geholfen, die Wahrheit der Auferstehung besser zu verstehen. Sein Bekenntnis „Mein Herr und mein Gott“ zeige, dass er in Jesus Christus nicht nur den auferstandenen Menschen, sondern den ewigen Gott erkannt habe.
Weiter führte Patriarch Daniel aus, dass der Glaube eine „spirituelle Vision“ sei, die über das Sichtbare hinausreiche. Der Mensch sei nach dem Bild Gottes geschaffen und daher zur Gemeinschaft mit der Heiligen Dreifaltigkeit berufen. Diese Beziehung verwirkliche sich besonders in der Teilnahme an der Eucharistie, die als Bekenntnis zu Kreuzigung und Auferstehung Christi verstanden werde.
Abschließend rief das Oberhaupt der Rumänischen Orthodoxen Kirche die Gläubigen dazu auf, ihren Glauben bewusst zu pflegen und die gesamte sichtbare und unsichtbare Schöpfung als Werk Gottes zu erkennen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der orthodoxe Verlag Hagia Sophia ein neues Buch veröffentlicht, das 180 verheiratete Heilige als Vorbilder eines geistlichen Lebens in der Ehe vorstellt.