„Lasst uns alles, was wir tun und sind, im Lichte Christi prüfen“
Serbischer Patriarch Porfirije rief am Palmsonntag zur inneren Umkehr und zu einem Leben im Geist Christi auf
In seiner Predigt zum Palmsonntag am 5. April 2026 im Dom des Heiligen Sava in Belgrad sprach der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije über die geistliche Bedeutung des Einzugs Christi in Jerusalem und warnte vor Heuchelei, Ideologisierung des Glaubens und der von Kriegen und Konflikten geprägten Welt. Das serbische Patriarchat veröffentlichte die Predigt auf seiner Webseite.
Patriarch Porfirije erinnerte in seiner Predigt daran, dass Christus nicht als politischer Herrscher, sondern demütig auf einem Esel in Jerusalem eingezogen sei. Damit habe er gezeigt, dass sein Reich nicht von dieser Welt sei und dass der Weg des Christentums nicht Macht, sondern Demut, Buße und Liebe sei.
Der Patriarch warnte davor, den Glauben zu einer Ideologie zu machen oder ihn nur äußerlich zu leben. Viele Menschen erfüllten zwar religiöse Vorschriften, blieben innerlich jedoch unverändert. Christlicher Glaube bedeute vielmehr innere Umkehr, Vergebung und die Liebe zu jedem Menschen.
Besonders eindringlich sprach Patriarch Porfirije über die Gegenwart, die von Konflikten geprägt sei. Es genüge, einen Fernsehsender einzuschalten, um Kriege, Hass, Gewalt und Leid zu sehen. Diese Welt der Dunkelheit stehe im Gegensatz zur Botschaft Christi, der Frieden, Liebe und Verwandlung des Menschen anbiete.
Abschließend rief der Patriarch die Gläubigen dazu auf, ihr ganzes Leben im Licht Christi zu prüfen und sich in der Karwoche geistlich auf Ostern vorzubereiten, indem sie Christus alles darbringen, was sie sind und haben.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Porfirije die Universitätskinderklinik in Belgrad besuchte.