Ein moldawischer Bischof berichtete vor der UNO über Druck auf die Kirche
Erzbischof Markel wies bei der UNO auf den Druck der Behörden auf die Moldawische Orthodoxe Kirche und die Gefahr der Enteignung von Kirchen hin.
Am 25. März 2026 trat Erzbischof Markell von Bălți und Fălești im Rahmen der Generaldebatten vor der UNO auf und berichtete über Verletzungen der Rechte der Gläubigen und Druck auf die Orthodoxe Kirche Moldawiens, wie die Webseite der Eparchie Bălți-Fălești mitteilt.
In seiner Rede wies der Hierarch auf die Verschärfung der antikirchlichen Rhetorik seitens einer Reihe moldawischer Politiker hin. „Eine solche Rhetorik schafft eine Atmosphäre der Intoleranz und trägt zu weiteren Einschränkungen der Religionsfreiheit bei“, betonte Erzbischof Markell.
Er berichtete zudem von Fällen administrativer Verfolgung von Gläubigen unter dem Vorwurf der „passiven Wahlkorruption“ sowie von regelmäßigen Kontrollen des Klerus und der Pilger beim Überschreiten der Staatsgrenze.
Separat wies der Erzbischof auf Gerichtsverfahren hin, die zur Enteignung von etwa 800 Kirchen und Klöstern führen könnten, sowie auf Fälle von Druck auf Gemeinden mit dem Ziel, diese in die Zuständigkeit der Metropolie von Bessarabien zu überführen.
Die Stellungnahme des Erzbischofs wurde von internationalen Menschenrechtsorganisationen unterstützt, die auf Anzeichen einer systematischen Diskriminierung von Gläubigen hinwiesen und die UN-Gremien aufforderten, eine rechtliche Bewertung der Geschehnisse vorzunehmen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in Moldawien Gläubige der Moldawischen Metropolie aufgrund eines Gerichtsbeschlusses nicht in die Kirche gelassen wurden.