Schottland lehnte Sterbehilfe ab, London lockerte Abtreibungsregelung
Im Vereinigten Königreich kam es in letzter Zeit zu Gegensätzliche Entwicklungen bei Lebensschutzfragen.
Während das schottische Parlament die Legalisierung des assistierten Suizids abgelehnt hat, hält das britische Oberhaus an einer Regelung fest, die Abtreibungen in England und Wales deutlich erleichtern könnte. Damit zeigen sich innerhalb des Vereinigten Königreichs unterschiedliche politische Entwicklungen in zentralen bioethischen Fragen. Darüber berichtete CNA.
In London wies das Oberhaus einen Änderungsantrag zurück, der eine weitreichende Straffreiheit bei Abtreibungen verhindern sollte. Kritiker, darunter Erzbischof John Sherrington von Liverpool, warnen vor möglichen Folgen wie einer Zunahme von Spätabtreibungen sowie einem steigenden Druck auf schwangere Frauen. Der Gesetzentwurf muss noch in einer weiteren Lesung bestätigt werden.
In Schottland hingegen scheiterte ein Gesetz zur Einführung des assistierten Suizids für unheilbar Kranke. Kirchenvertreter und Lebensschutzorganisationen begrüßten die Entscheidung und betonten die Bedeutung der Menschenwürde sowie die Notwendigkeit, leidende Menschen zu begleiten, anstatt ihr Leben aktiv zu beenden.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in München fand ein Geistlich-kultureller Abend stattfand.