In Kanada führte Euthanasie trotz Lebenswillen der Patientin zu einem Skandal
Eine Falsche Sterbehilfe in Ontario wirft Fragen zu Schutzmechanismen und Verfahren der ärztlich assistierten Tötung auf.
In Kanada hat sich ein tragischer Fall ertragen, welcher die Debatte um die Regeln für die ärztlich assistierte Tötung (MAiD) neu anheizt. Dabei geht es um eine über 80-jährige Frau, welche innerhalb weniger Stunden euthanasiert wurde, obwohl sie zuvor ihren ausdrücklichen Lebenswillen bekundet hatte. Der Fall lässt nun Zweifel an den bestehenden Schutzmechanismen aufkommen und weckt den Verdacht auf mögliche unzulässige Einflussnahme. Darüber berichtete DailyMail.
Die Frau hatte sich nach einer Herzoperation nie richtig erholt und wurde palliativ versorgt. Obwohl sie selbst ihren MAiD-Antrag aus persönlichen und religiösen Gründen zurückgezogen hatte, beantragte ihr Ehemann später eine beschleunigte Prüfung. Trotz Warnungen vor möglicher Einflussnahme und widersprüchlicher Gutachten wurde der Antrag als dringlich eingestuft und noch am selben Abend vollzogen.
Das Gremium kritisierte scharf die extreme Beschleunigung des Verfahrens, die Ablehnung eines Hospizplatzes und die dominante Rolle des Ehemanns. Laut Bericht wurde nicht hinreichend geprüft, ob der Sterbewunsch der Frau wirklich frei und beständig war. Der Fall steht exemplarisch für die heftige Debatte um die kanadische Sterbehilfe, deren Anwendungsbereich seit 2016 stetig erweitert wurde.
Zuvor hat UOJ berichtet, dass in Lippstadt eine Demonstration gegen das Abtreibungsverbot angekündigt wurde.