In Wien wurde in der Nähe von zwei Synagogen eine Granate gefunden
Polizei und Sprengstoffexperten eilten zum Fundort, konnten jedoch keine Anzeichen für einen antisemitischen Hintergrund feststellen.
Am 04. Januar 2026 erschien die Nachricht, dass der Fund einer Handgranate am Sonntag in der Wiener Leopoldstadt einen umfangreichen Polizeieinsatz ausgelöst hat. Der Gegenstand wurde in einem Hauseingang in der Tempelgasse, unweit von zwei Synagogen, entdeckt und war in ein weißes Tuch gehüllt. Ein Mitarbeiter einer der Synagogen verständigte daraufhin die Polizei, die vorsorglich eine großräumige Sperre einrichtete. Darüber berichtete Wien ORF.
Der Entschärfungsdienst untersuchte den Sprengkörper und stellte fest, dass es sich um eine alte F1-Granate aus den 1970er-Jahren handelt. Nach Angaben der Ermittler war die Granate weder mit Sprengstoff gefüllt noch funktionsfähig. Sie wurde von Spezialisten abtransportiert, eine tatsächliche Bedrohung bestand zu keinem Zeitpunkt.
Die Hintergründe der Ablage sind bislang unklar und werden nun untersucht. Hinweise auf ein gezieltes Vorgehen gegen die nahegelegenen Synagogen oder ein antisemitisches Motiv gibt es derzeit nicht. Auch ein Drohschreiben wurde nicht gefunden. Wegen der sensiblen Lage war dennoch der Verfassungsschutz eingebunden. Die Tempelgasse ist historisch bedeutsam, da sich dort früher die größte Synagoge Wiens befand und heute mehrere jüdische Einrichtungen angesiedelt sind.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass Bundesweit junge Muslime am Neujahrsmorgen die Straßen reinigten.