Patriarch Daniil: „Die Kraft des Kreuzes stärkt uns in unserer Schwäche“
Der bulgarische Patriarch Daniil bei der patriarchalischen Liturgie zum Fest der Kreuzerhöhung in der Kirche „Erhöhung des Heiligen Kreuzes des Herrn“ in Sofia. Foto: Patriarchat
Der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil hat am 14. September 2026 zum Fest der Kreuzerhöhung die Göttliche Liturgie in der Hauptstadt Sofia gefeiert. In seiner Predigt stellte er die Kraft des Kreuzes Christi als Quelle der inneren Wandlung und der Hoffnung heraus. Gerade angesichts von Leid, Unglauben und eigenen Schwächen dürften Christen nicht verzweifeln, sondern auf Christus und sein Kreuz vertrauen, berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Patriarch Daniil erinnerte an die Worte des Apostels Paulus vom „Wort vom Kreuz“, das der Welt als Torheit erscheine, den Gläubigen jedoch „Gottes Kraft“ sei. Die menschliche Vernunft könne das Geheimnis der Menschwerdung, des Leidens und der Auferstehung Christi nicht aus eigener Kraft erfassen. Gerade durch das Kreuz habe Christus jedoch die menschliche Natur und die Herzen der Gläubigen gestärkt. Seine Kraft zeige sich daher nicht nur äußerlich, sondern vor allem in der inneren Wandlung des Menschen.
Der Patriarch verwies in seiner Predigt darauf, dass Christus trotz Unglaubens, Ablehnung, falscher Anschuldigungen und seiner ungerechten Hinrichtung niemanden zurückgewiesen habe. Selbst am Kreuz habe er gebetet. Die Menschen hätten versucht, seinen Namen und seine Botschaft auszulöschen, doch die Kraft Christi habe all dies überwunden. Das Kreuz habe jene gestärkt, die bereit gewesen seien, alles zu ertragen, aber nicht von Christus getrennt zu werden.
Auch den heutigen Gläubigen helfe die Kraft des „ehrenvollen und lebensspendenden Kreuzes“, Schwierigkeiten zu überwinden, sagte Patriarch Daniil. Christen sollten angesichts von Herzlosigkeit, Ablehnung, Unglauben, Verderbnis und den eigenen Sünden nicht verzweifeln, sondern Christus um Vergebung und Hilfe bitten. Der Blick auf das Kreuz solle Hoffnung und Halt geben und die Gläubigen dazu führen, nach Gott zu leben und am eigenen Heil zu arbeiten. „Lasst uns an diesem Tag all dessen feiern“, so der Patriarch abschließend, „was der Herr Jesus Christus durch sein Opfer und seine Auferstehung gebracht hat.“
Die UOJ berichtete zuvor, dass Diakon Igor Willimowski in Krefeld über die Liebe zu Gott und zum Nächsten predigte.
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