Türkei: Fund belegt Kampf der frühen Christen gegen das Heidentum
Eine aramäische Inschrift in der Festung Zerzevan. Foto: heritagedaily
Eine aramäische Inschrift am Eingang zu einem unterirdischen Tempel in der Festung Zerzevan in der Türkei zeigt, dass das Heiligtum von frühen Christen vor etwa 1700 Jahren symbolisch geschlossen wurde, was ein seltenes unmittelbares Zeugnis des religiösen Übergangs darstellt, der auf die Ausbreitung des Christentums im Römischen Reich folgte. Der Text wird ins 3. oder 4. Jahrhundert datiert. Darüber berichtet das Portal Heritage Daily.
Mit der Entzifferung der Inschrift befasste sich Professor Mehmet Sait Toprak von der Universität Mardin Artuklu. Die Wissenschaftler verglichen die Zeichenformen mit Mustern aus dem Museum von Şanlıurfa. Am Eingang zum Heiligtum wurde zudem ein eingemeißeltes christliches Kreuz entdeckt.
Der Leiter der Ausgrabungen, Professor Aytaç Coşkun, nannte den Fund ein unmittelbares Zeugnis vom Schicksal der Mithras-Tempel nach der Christianisierung. Wurde ein Teil der Heiligtümer in Kirchen umgebaut, so versiegelte man den Tempel in Zerzevan absichtlich. Die Inschrift erwähnt den „unbesiegbaren Sonnengott Mithras“ und Jesus Christus und spiegelt den Epochenwechsel wider. Es ist der erste bekannte Fall, in dem die Schließung eines Mithräums in aramäischer Sprache dokumentiert ist.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Selenskij mit der Schweiz die Wiederherstellung der Mariä-Entschlafens-Kathedrale vereinbart habe.
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Eine aramäische Inschrift in der Festung Zerzevan bestätigt, dass Christen den Tempel des Gottes Mithras im 3. bis 4. Jahrhundert versiegelten.