Gedenken zum 100. Geburtstag von Protopresbyter John Meyendorff in New York
Redner würdigten das Wirken von Protopresbyter John Meyendorff.
Mit einer zweitägigen Gedenkveranstaltung in den USA haben das St. Vladimir’s Orthodox Theological Seminary und das Orthodox Christian Studies Center der Fordham University Anfang Februar des 100. Geburtstags von John Meyendorff gedacht. Der Protopresbyter (1926–1992) prägte als Theologe, Hochschullehrer und Dekan Generationen orthodoxer Geistlicher und Wissenschaftler. Darüber berichtete das Seminar am 25. Februar 2026 auf seiner Webseite.
Die Feierlichkeiten am 6. und 7. Februar würdigten John Meyendorffs herausragende Rolle als Brückenbauer zwischen kirchlicher Ausbildung und akademischer Forschung. Von 1959 bis 1992 wirkte er als Professor, ab 1984 bis zu seinem Tod als Dekan am St. Vladimir’s Seminary in Yonkers, New York. Parallel dazu lehrte er von 1967 bis 1992 byzantinische Geschichte an der Fordham University. Sein wissenschaftliches Werk beeinflusste maßgeblich das Studium der byzantinischen Theologie, der orthodoxen Ekklesiologie und des ökumenischen Dialogs.
Am ersten Tag kamen am Seminar frühere Schüler und Weggefährten zu Wort, darunter Bischof Irinej (Dobrijevic) und die Religionswissenschaftlerin Vera Shevzov. In einer Panichida wurde des Verstorbenen liturgisch gedacht. Bewegende Einblicke in Leben und geistliches Vermächtnis gaben zudem seine Kinder Paul und Anna Meyendorff. Besonders hervorgehoben wurde Meyendorffs letzte Äußerung vor seinem Tod – „Die Eucharistie“ –, die nach Einschätzung seiner Familie seine theologische Vision vom Leben der Kirche zusammenfasse.
Der zweite Tag stand im Zeichen eines akademischen Symposiums auf dem Rose-Hill-Campus der Fordham University unter dem Titel „Orthodoxie, Byzanz und der Aufstieg Russlands neu betrachtet“. Referenten wie Aristotle Papanikolaou und weitere internationale Fachgelehrte würdigten insbesondere Meyendorffs Beiträge zur Palamas-Forschung und zur Entwicklung der orthodoxen Theologie in Amerika. Mehrere Vorträge sind online abrufbar.
Das St. Vladimir’s Orthodox Seminary ist ein orthodoxes theologisches Seminar unter der Jurisdiktion des Metropoliten der Orthodox Church in America. Als pan-orthodoxe Einrichtung steht es Studierenden aller östlich-orthodoxen Kirchen offen und gilt als einzige orthodoxe theologische Institution in den Vereinigten Staaten, die sich gleichermaßen Lehre und Forschung widmet.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Reliquien des heiligen Andreas von Kreta in Belgrad zur Verehrung ausgestellt wurden.
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