Erzbistum Paderborn stellte Seelsorger nach Aussagen frei
Ein Religionslehrer soll Abtreibungen mit dem Holocaust verglichen und zudem weitere "problematische" Äußerungen getätigt haben.
Mitte Mai hat das Erzbistum Paderborn einen Seelsorger und Religionslehrer vorläufig vom Dienst freigestellt. Hintergrund sind Aussagen, die der Mann während des Unterrichts an der Marienschule der Ursulinen gemacht haben soll. Nach Angaben von Schülern habe er unter anderem Abtreibungen mit dem Holocaust verglichen, wie die Tagesschau berichtete.
Demnach erklärte der Seelsorger, er sehe keinen Unterschied zwischen der Abtreibung eines 18-wöchigen Fötus und der Tötung eines 18-jährigen Menschen. Außerdem soll er laut Schüleraussagen demokratiefeindliche Gesten gezeigt haben. Das Erzbistum bestätigte den Vorfall und leitete Untersuchungen ein.
Die Hinweise zu den Vorfällen kamen von Schülerinnen und Schülern der Schule. Nach Angaben des Erzbistums bleibt der Mann mindestens bis zum Abschluss der Untersuchungen freigestellt. Ihm droht die Beendigung seines Dienstverhältnisses.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass der Jerusalemer Abt die zunehmende Gewalt gegen Christen beklagte.