Zwischen Geschichte und Theologie: Die Botschaft des heiligen Gregor Palamas

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Thessaloniki gilt bis heute als geistliches Zentrum der Verehrung des heiligen Gregor Palamas und seiner Lehre. Niklas-Adrian Rack berichtet von dort. Foto: Screenshot YouTube Thessaloniki gilt bis heute als geistliches Zentrum der Verehrung des heiligen Gregor Palamas und seiner Lehre. Niklas-Adrian Rack berichtet von dort. Foto: Screenshot YouTube

Neues Video von OrthMedien beleuchtet Leben, Lehre und geistliche Bedeutung des Kirchenvaters

Der YouTube-Kanal OrthMedien des Orthodoxen Informationszentrums um Priester Alexej Veselov aus Krefeld hat am 20. Mai 2026 ein neues Video über die geistliche Botschaft des heiligen Gregor Palamas und dessen Wirken in Thessaloniki veröffentlicht. Darin beschreibt Niklas-Adrian Rack seine Eindrücke aus der Stadt sowie die theologische Bedeutung der Lehre Palamas für die orthodoxe Spiritualität.

Ausgehend von der bewegten Geschichte Thessalonikis im 14. Jahrhundert schildert Rack in dem Video eine Zeit politischer Umbrüche, gesellschaftlicher Spannungen und religiöser Auseinandersetzungen. Inmitten dieser Krisen sei Gregor Palamas als Bischof aufgetreten und habe einer zunehmend rationalistischen Strömung widersprochen, die die unmittelbare Erfahrbarkeit Gottes grundsätzlich infrage stellte.

Im Zentrum der Darstellung steht die theologische Lehre des Kirchenvaters, insbesondere die Unterscheidung zwischen dem unerkennbaren Wesen Gottes und seinen erfahrbaren „Energien“. Anhand des Bildes der Sonne erläutert Rack: Während das göttliche Wesen dem Menschen unzugänglich bleibe, könne er doch durch Gottes Wirken – vergleichbar mit Licht und Wärme – real an Gott teilhaben.

Der Beitrag verbindet diese Lehre mit konkreten Orten in Thessaloniki und verweist auf die bis heute lebendige Verehrung des Heiligen. Auch die Praxis der Reliquienverehrung wird in diesem Zusammenhang als Ausdruck der fortwirkenden göttlichen Gnade verstanden.

Abschließend betont Rack die bleibende Aktualität der palamitischen Theologie: Die Möglichkeit der Vergöttlichung des Menschen durch Gebet, Tugend und Teilnahme am göttlichen Leben sei ein zentraler Bestandteil orthodoxen Glaubens. Thessaloniki erscheine so bis heute als geistliches Zentrum dieser Tradition.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Tichon in Berlin den Abschluss der Osterzeit zelebrierte.

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