Die Orthodoxe Kirche feiert Christi Himmelfahrt

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Christi Himmelfahrt. Fresko aus der Christ-Erlöser-Kathedrale des Mirosh-Klosters, Mitte des 11. Jahrhunderts. Foto: pravoslavie.ru Christi Himmelfahrt. Fresko aus der Christ-Erlöser-Kathedrale des Mirosh-Klosters, Mitte des 11. Jahrhunderts. Foto: pravoslavie.ru

Am 40. Tag nach Ostern gedenken die Gläubigen der Himmelfahrt des Erlösers, durch die die menschliche Natur geheiligt wurde.

Am 21. Mai 2026 begehen orthodoxe Christen weltweit eines der zwölf Hauptfeste: die Himmelfahrt unseres Herrn Jesus Christus. Gemäß der kirchlichen Ordnung ist dieses Fest ein beweglicher Feiertag und wird stets am Donnerstag der sechsten Woche nach Ostern gefeiert.

Das Ereignis der Himmelfahrt wird im Neuen Testament im Lukasevangelium und in der Apostelgeschichte ausführlich beschrieben. Nach seiner Auferstehung erschien der Herr seinen Jüngern vierzig Tage lang wiederholt, um sie von der Wahrheit seiner leiblichen Auferstehung zu überzeugen, sie im Glauben zu stärken und sie auf den Empfang des verheißenen Heiligen Geistes vorzubereiten.

Bei der letzten dieser Erscheinungen führte Christus die Apostel von Jerusalem nach Bethanien auf den Ölberg. Er erhob die Hände, segnete sie und entfernte sich dann von ihnen und stieg in den Himmel auf, bis eine Wolke Ihn aus dem Blickfeld verbarg. In diesem Moment erschienen den Jüngern „zwei Männer in weißen Gewändern“, die die Wiederkunft des Erlösers verkündeten: „Dieser Jesus, der von euch in den Himmel aufgefahren ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn in den Himmel aufgefahren gesehen habt.“

Die theologische Bedeutung dieses Festes liegt in der Verherrlichung der menschlichen Natur, die in der Person Christi volle Teilhabe am göttlichen Leben und gleiche Ehre wie seine Gottheit erlangt hat. Im Glaubensbekenntnis bekennen sich die Christen zu dem Herrn Jesus, „der in den Himmel aufgefahren ist und zur Rechten des Vaters sitzt“. Wie die Heiligen Väter bemerken, weist das Sitzen „zur Rechten des Vaters“ darauf hin, dass die menschliche Natur des Erlösers nicht von der Gottheit verschlungen wurde, sondern Ihm gleichgestellt wurde.

Der Heilige Gregor Palamas betonte, dass die Himmelfahrt des Herrn eine besondere Bedeutung als Bild der Vergöttlichung jedes Gläubigen hat. Nach den Worten des Heiligen werden zwar am Tag der Wiederkunft alle Menschen auferstehen, doch zu Gott erhoben werden nur jene, die „die Sünde durch Buße und ein Leben nach dem Evangelium gekreuzigt haben“.

Zuvor schrieb die UOJ über geistige Blindheit und den Preis wahrer Freiheit.

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