Jerusalemer Abt beklagte zunehmende Gewalt gegen Christen

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Abt der Dormitio-Abtei in Jerusalem, Nikodemus Schnabel. Foto: Kirche und Leben Abt der Dormitio-Abtei in Jerusalem, Nikodemus Schnabel. Foto: Kirche und Leben

Der Benediktiner sprach von einer wachsenden Feindseligkeit gegenüber Christen in Jerusalem.

In einem am 21. Mai veröffentlichten Interview erklärte der Abt der Dormitio-Abtei in Jerusalem, Nikodemus Schnabel, dass sich die Situation für Christen in den vergangenen Jahren spürbar verschlechtert habe. Darin kritisierte der katholische Geistliche die zunehmende Gewalt und die Anfeindungen gegen Christen in Israel. Anlass seiner Aussagen war unter anderem ein Angriff auf eine Ordensfrau Ende April in Jerusalem, wie evangelisch.de berichtete.

Schnabel erklärte, Christen würden im öffentlichen Raum regelmäßig beleidigt oder angefeindet. Besonders kritisch äußerte er sich gegenüber religiösen Extremisten in der israelischen Politik. Dabei nannte er unter anderem den israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir und sprach von einer zunehmenden gesellschaftlichen Akzeptanz von Gewalt gegen Minderheiten.

Zugleich betonte der Benediktiner, dass es in Jerusalem weiterhin viele Menschen gebe, die das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionen schätzten. Gerade der multireligiöse und multikulturelle Charakter der Stadt gibt ihm trotz der aktuellen Entwicklungen Hoffnung.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Polizei eine Brandstiftung im Gladbecker Gemeindehaus vermutet.

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