Die Zahl islamistischer Straftaten in Österreich ist um 42 Prozent gestiegen
Neue Zahlen des österreichischen Staatsschutzes zeigen einen deutlichen Anstieg islamistisch motivierter Tathandlungen und eine zunehmende Radikalisierung im Internet.
In Österreich ist die Zahl islamistisch beziehungsweise dschihadistisch motivierter Tathandlungen deutlich gestiegen. Nach Angaben der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) wurden im Jahr 2025 insgesamt 306 Tathandlungen registriert, gegenüber 215 im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg um 42,3 Prozent. Rund 38 Prozent der erfassten Fälle entfielen auf Wien. Darüber berichtete die österreichische Tageszeitung Heute am 24. Oktober 2026.
Besonders auffällig ist die Beteiligung junger Menschen. Von den 272 Tatverdächtigen im Jahr 2025 waren 85 Jugendliche, was einem Anteil von 31,3 Prozent entsprach. Zudem standen 172 der 306 Tathandlungen im Zusammenhang mit dem Internet. Im Wiener Bezirk Favoriten stieg die Zahl der registrierten Fälle von 6 im Jahr 2024 auf 13 im Jahr 2025, was einer Zunahme um 116,7 Prozent entspricht.
Die Entwicklung löste auch eine politische Debatte aus. Die ÖVP Favoriten hatte einen Resolutionsantrag gegen politischen Islam und islamistischen Extremismus eingebracht, der jedoch mit der Begründung, er sei nicht bezirksspezifisch, nicht zur Behandlung zugelassen wurde. ÖVP-Bezirksrat Raphael Steiner kritisierte diese Entscheidung und forderte eine stärkere Auseinandersetzung mit der Radikalisierung sowie konkrete Maßnahmen zum Schutz demokratischer Grundwerte.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass polnische Bischöfe die Lockerung des Abtreibungsrechts kritisiert hatten.
