Frankreich: Randalierer griffen katholische Kirchen an
In Marseille brachen Randalierer in Kirchen ein. Kardinal Jean-Marc Aveline verurteilte die Gewalt und bekundete Solidarität mit den Betroffenen.
Am 18. Oktober 2026 wurden Angriffe auf katholische Gotteshäuser während der Unruhen in Frankreich bekannt. In Marseille wurde in Kirchen eingebrochen, berichtet Tribune Chrétienne.
Über die Einbrüche in Kirchen in Marseille berichtete der Erzbischof der Stadt, Kardinal Jean-Marc Aveline. In einer am 18. Oktober veröffentlichten Erklärung verurteilte er die Gewalt und bekundete seine Solidarität mit den Betroffenen. Einzelheiten zu den Schäden an den Gotteshäusern werden in der Erklärung nicht genannt.
Eine zunächst verbreitete Meldung über Vandalismus an der Kirche Saint-Louis in Grenoble wurde inzwischen korrigiert. Tribune Chrétienne stellte unter Berufung auf das Bistum Grenoble klar, dass das Gotteshaus entgegen einer früheren Mitteilung der Präfektur weder beschädigt noch Ziel von Vandalismus geworden sei.
Joseph Phung, Pfarrer der Kirche La Trinité–La Palud in Marseille und Zeuge der Plünderungen, verurteilte die Diebstähle während der Demonstrationen. Vertreter der Römisch-Katholischen Kirche riefen dazu auf, die Gewalt zu beenden und für die Wiederherstellung des Friedens zu beten.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in Frankreich ein Mann nach der Beschädigung einer Statue des heiligen Josef festgenommen worden war.
