Montenegrinische Metropolie weist Separatismusvorwürfe zurück
Die Metropolie von Montenegro und dem Küstenland der SOK wies Vorwürfe undurchsichtiger Finanzen und separatistischer Bestrebungen zurück und erklärte, die Gesetze Montenegros einzuhalten.
Die Metropolie von Montenegro und dem Küstenland der Serbischen Orthodoxen Kirche hat auf Vorwürfe undurchsichtiger Wirtschaftsführung und separatistischer Bestrebungen reagiert. Wie die tschechische Redaktion der UOJ berichtete, gab die Metropolie gegenüber einem montenegrinischen Onlineportal eine Stellungnahme ab und bezeichnete die Vorwürfe als unbegründet.
Als ihre vorrangige Aufgabe nannte die Metropolie „die Verkündigung des Evangeliums an das Volk und die Wiederherstellung der brüderlichen Einheit“. Nach ihrer Einschätzung werden die Struktur der Kirche und ihre historische Rolle in Montenegro von der Gesellschaft nicht immer verstanden.
Hinsichtlich ihrer Finanzen wies die Metropolie die Vorwürfe mangelnder Transparenz zurück. Sie erklärte, dass die wirtschaftliche Tätigkeit der Religionsgemeinschaften im Land gesetzlich geregelt sei, und forderte, sie nach denselben Maßstäben wie andere Konfessionen zu beurteilen. Die Kirche halte sich an die geltende Rechtsordnung und füge weder dem Staat noch seinen Bürgern Schaden zu.
Auch die Vorwürfe, eine Abspaltung anzustreben, wies die Metropolie zurück. Als einen wichtigen Grundsatz ihrer Tätigkeit bezeichnete sie die Bewahrung der Tradition des Patriarchats von Peć, des historischen Zentrums des serbischen Kirchenlebens. Nach Angaben der Metropolie bleibt ihr gesamter Klerus der Einheit der Serbischen Orthodoxen Kirche treu.
In der Stellungnahme wurde außerdem daran erinnert, dass in Montenegro orthodoxe Christen verschiedener Nationalitäten sowie Angehörige anderer christlicher Kirchen und Muslime leben. Die Metropolie betonte, dies bei ihrer gesellschaftlichen Tätigkeit zu berücksichtigen.
Vor der Veröffentlichung der Stellungnahme hatten serbische und montenegrinische Medien über eine mögliche Überprüfung der Finanzen der Metropolie berichtet. Antena M berichtete unter Berufung auf das serbische Portal Nova.rs, dass eine Kommission des Serbischen Patriarchats die Verwaltung der Metropolie überprüfen könne. Nach einem Bericht von Religija.rs vom 10. September dementierte eine Quelle aus dem Umfeld von Metropolit Joanikije, dass eine solche Überprüfung offiziell angekündigt worden sei.
Bereits im August hatte die Metropolie auf Äußerungen des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić reagiert und diese als unzulässig bezeichnet, ständig „unklare, aber lautstarke Anschuldigungen“ gegen die Kirche zu wiederholen. In ihrer jüngsten Stellungnahme erklärte die Metropolie, dass sich die Vorwürfe in den vergangenen Tagen gegen den Priester Gojko Perović und weitere Geistliche gerichtet hätten.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass der georgische Patriarch eine Delegation des Ökumenischen Patriarchats empfangen hatte.
