Gründonnerstag in Sofia: Eucharistie im Zentrum der Predigten
Der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil und Bischof Johannes von Branitsa betonten die geistliche Einheit und die Bedeutung des Sakraments
In der Metropolitankathedrale „St. Nedelja“ in Sofia wurde am 9. April 2026 die patriarchalische Göttliche Liturgie zum Gründonnerstag gefeiert. Geleitet wurde der Gottesdienst vom bulgarisch-orthodoxen Patriarchen Daniil, unterstützt von seinem Vikar, Bischof Johannes von Branitsa, sowie dem Klerus der Kathedrale. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Im Mittelpunkt der Feier stand die Verkündigung des Sakraments der Eucharistie. In seiner Predigt hob Bischof Johannes von Branitsa hervor, dass die Kirche ohne die Eucharistie nicht bestehen könne. Durch die Heilige Kommunion werde nicht nur des Letzten Abendmahls gedacht; vielmehr träten die Gläubigen in eine überzeitliche Gemeinschaft mit Christus, den Aposteln und der ganzen Kirche ein.
Patriarch Daniil betonte in seiner Ansprache die geistliche Dimension von Einheit und Verbundenheit. Die Eucharistie sei Ausdruck des neuen Bundes zwischen Gott und Mensch und stelle die durch die Sünde zerstörte Gemeinschaft wieder her. Trennung widerspreche der Bestimmung des Menschen; wahres Leben entstehe erst in der Verbindung mit Gott und den Mitmenschen. Die Kirche erscheine dabei als ein in Christus geeinter Leib, zu dessen Verwirklichung die Gläubigen aufgerufen seien.
Abschließend rief der Patriarch dazu auf, sich in Reinheit, Glauben und Vorbereitung dem Sakrament zu nähern, das Vergebung und ewiges Leben schenke. Nach der Liturgie segnete er Kinder, die an einer traditionellen Ostereieraktion im Rahmen eines Festes orthodoxer Kultur teilgenommen hatten.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbische Patriarch Porfirije in diesem Jahr zentrale Gottesdienste zum Osterfest im Kosovo begehen wird.