Dumenko versichert deutschem Botschafter, es gebe keine Verfolgung der UOK
Der Leiter der UOJ stellte dem westlichen Diplomaten die Situation der Verfolgung von Gläubigen der UOK als Einfluss „russischer Desinformation“ dar.
Epifanij Dumenko traf sich am 15. Januar 2026 in seiner Residenz in Kiew mit dem außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Ukraine, Gaiko Toms. Wie die Pressestelle der OKU mitteilte, versicherte Dumenko dem deutschen Diplomaten während des Treffens, dass es in der Ukraine angeblich keine Verfolgung der UOK gebe und dass Berichte über die Unterdrückung von Gläubigen manipulativ seien.
Laut Dumenko ging es in dem Gespräch um „die vollständige Verletzung der Rechte von Gläubigen, die nicht zum Moskauer Patriarchat gehören, in den vorübergehend besetzten Gebieten“ sowie um das Gesetz zum Verbot der Tätigkeit von religiösen Organisationen, die mit der Russisch-Orthodoxen Kirche verbunden sind, die er als „ausschließlich sicherheitsrelevant“ bezeichnete.
Dabei bezeichnete Dumenko die Besetzung von Kirchen der UOK durch seine Organisation als „vereinzelte Provokationen“, die seiner Meinung nach „absichtlich inszeniert werden, um sie der Weltgemeinschaft manipulativ als angebliche Verfolgung und Unterdrückung darzustellen“.
In Bezug auf ukrainische Flüchtlinge in Deutschland erklärte der Oberhaupt der OKU die Notwendigkeit, auch gegen „destruktive russische Einflüsse und Desinformation“ vorzugehen.
In diesem Zusammenhang verwies Dumenko auf die Aktivitäten des Allukrainischen Rates der Kirchen und religiösen Organisationen, der seiner Meinung nach „eindeutig die Existenz vollständiger Religionsfreiheit in der Ukraine bestätigt“.
Wie die UOJ berichtete, behauptete Dumenko zuvor, dass das Gesetz zum Verbot der UOK von der Venediger Kommission gebilligt worden sei.