Primas von Albanien führte Gespräche mit der EU in Brüssel
Bei Treffen mit EU-Vertretern betonte er die Rolle der Kirche in der Gesellschaft und das interreligiöse Modell Albaniens.
Am 13. Januar 2026 erschien die Nachricht, dass der Primas und Erzbischof Ioannis von Albanien in Brüssel mehrere Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Europäischen Union geführt hat. Im Mittelpunkt standen die Rolle der Orthodoxen Kirche Albaniens in Gesellschaft und Europa sowie die europäische Perspektive des Landes in einer Phase wichtiger Beitrittsverhandlungen. Die Nachricht erschien bei Orthodox Times.
Bei Treffen mit EU-Kommissar Apostolos Tzitzikostas sowie mit Marco Tarquinio, dem Vorsitzenden der Delegation des Europäischen Parlaments für Albanien, würdigte der Erzbischof das Vermächtnis des verstorbenen Erzbischofs Anastasios und stellte zugleich seine eigenen Leitlinien für die Zukunft der Kirche vor. Er unterstrich die Bedeutung einer unabhängigen und aktiven kirchlichen Präsenz in Albanien, das vor Herausforderungen wie Abwanderung junger Menschen und tiefgreifenden demografischen Veränderungen steht.
Weitere Gespräche, unter anderem mit der Europaabgeordneten Željana Zovko, galten der Religionsfreiheit in Europa und dem albanischen Modell des friedlichen Zusammenlebens der Religionsgemeinschaften. Erzbischof Ioannis betonte, ein EU-Beitritt Albaniens sei nicht nur für das Land selbst, sondern auch für Europa ein Gewinn. Die Begegnungen fanden am Rande seines Aufenthalts vom 12. bis 15. Januar 2026 statt, der von einer Gedenkkonferenz für den verstorbenen Erzbischof Anastasios im Europäischen Parlament begleitet wurde.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Paris eine orthodoxe Ausstellung angekündigt wurde.