Erzpriester Ilja Chirin forderte zur Nachfolge des Erstmärtyrers Stephan auf

10. Januar, 18:57 Uhr
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Erzbischof Tichon während der festlichen Liturgie in der Berliner Auferstehungskathedrale am Fest des heiligen Stephan, flankiert von Geistlichen aus Berlin und Umgebung. Foto: Diözese Erzbischof Tichon während der festlichen Liturgie in der Berliner Auferstehungskathedrale am Fest des heiligen Stephan, flankiert von Geistlichen aus Berlin und Umgebung. Foto: Diözese

Göttliche Liturgie in der Berliner Auferstehungskathedrale am Fest des heiligen Stephan

Am 9. Januar 2026, dem Fest des Erzdiakons Stephan und der Geburt Christi, zelebrierte Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche (Moskauer Patriarchat), die Göttliche Liturgie in der Berliner Auferstehungskathedrale. In der anschließenden Predigt stellte Erzpriester Ilja Chirin das Leben des ersten Märtyrers in den Mittelpunkt und rief die Gläubigen zur Nachahmung seiner Standhaftigkeit, seines Glaubens und seiner Liebe zu den Feinden auf. Darüber berichtete die Diözese auf ihrer Webseite.

Die festliche Liturgie vereinte Geistliche aus Berlin, Potsdam, Magdeburg, Hamburg, Leipzig und Weimar. Nach dem Kommunionsvers verlas Priester Evgeny Murzin den Geburtsbrief des Diözesanverwalters. Im Anschluss hielt Erzpriester Ilja Chirin die Predigt über den Protomartyrer Stephan, der als erster Märtyrer der Kirche seinen Glauben bis zum Tod bezeugte.

Der Erzpriester erinnerte an die Ereignisse aus der Apostelgeschichte (Kapitel 6 und 7): Stephan wurde als einer der sieben Diakone bestimmt, um die Armen, Witwen und Bedürftigen zu versorgen, und widmete sich gleichzeitig der Verkündigung des Evangeliums. „Bald begannen die Diakone neben der Unterstützung der Armen auch eng an Gebeten und Gottesdiensten teilzunehmen“, erklärte er. Stephan predigte mutig in Jerusalem, vollbrachte Zeichen und Wunder und zog dadurch den Hass der Pharisäer auf sich.

Die Predigt hob hervor, dass Stephan selbst in seinem Martyrium für seine Peiniger betete: „Herr Jesus! Schreibt ihnen diese Sünde nicht zu und nehmt meinen Geist auf.“ Erzpriester Ilja Chirin erklärte, dass dieses Vorbild der Feindesliebe auch für die heutigen Gläubigen richtungsweisend sei. „Wenn wir wirklich Jünger Christi sein wollen, wie der heilige Protomartyrer Erzdiakon Stephan, lasst uns sein Beispiel der Liebe zu unseren Feinden im Gebet für sie nachahmen“, sagte er und verwies dabei auf das Evangelium nach Matthäus: „Liebt eure Feinde, segnet die, die euch verfluchen, tut Gutes denen, die euch hassen, und betet für die, die euch absichtlich verfolgen“ (Mt 5,44).

Am Ende des Gottesdienstes gratulierte Erzpriester Michail Divakow im Namen des Klerus und der Laien der Diözese Erzbischof Tichon von Rusa zum Fest der Geburt Christi. Der Erzbischof dankte für die Glückwünsche und wandte sich abschließend mit pastoralen Worten an die Gläubigen, ermutigte sie zu Freude, Frieden und der Nachfolge Christi.

Die UOJ berichtete zuvor, dass im serbisch-orthodoxen Kloster Hilandar auf dem Berg Athos das Weihnachtsfest begangen wurde.

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