Anglikaner kündigten Gründung von einer Million neuer Gemeinden bis 2036 an

Der anglikanische Kanoniker Robert Sihubwa aus Zentralafrika. Foto: Christian Daily

Die Anglikanische Gemeinschaft hat die Strategie „Vision 36“ vorgestellt, deren Ziel es ist, bis 2036 eine Million Gemeinden weltweit zu eröffnen oder wiederherzustellen. Die Umsetzung des Plans soll rund 20 Millionen neue Anhänger gewinnen und den missionarischen Schwerpunkt endgültig auf die Länder Afrikas legen. Darüber berichtet die ukrainische Redaktion der UOJ.

Das Projekt wurde in Belfast während der 19. Sitzung des Anglikanischen Konsultativrates präsentiert. Die Initiative ruft jede Provinz, Diözese und Gemeinde dazu auf, sich an der Gründung neuer Gemeinschaften zu beteiligen.

Robert Sihubwa aus Zentralafrika, der das Programm vorstellte, unterstrich die Notwendigkeit der maximalen Zugänglichkeit der Religion für die Bevölkerung. „Dies ist eine Vision, wie man die Kirche in die Welt bringt, indem man sie den Menschen so nah wie möglich stellt, damit niemand große Entfernungen zurücklegen muss, um die nächste anglikanische Kirche zu finden“, erklärte er.

Seiner Meinung nach hat der Anglikanismus „der Welt etwas zu bieten“, und die Gründung einer Million Kirchen im kommenden Jahrzehnt wird ein Instrument zur Verwirklichung dieses Potenzials sein.

Eine besondere Rolle für den Erfolg von Vision 36 wird dem afrikanischen Kontinent zugeschrieben. Nach Angaben von Forschern leben in den Ländern Afrikas südlich der Sahara 30,7 % aller Christen der Welt, womit die Region Europa bei diesem Indikator überholt hat.

Die demografische Verschiebung hat dazu geführt, dass die afrikanischen Kirchen nun als führend in Fragen der Evangelisation und des Kirchenbaus gelten, während in den europäischen Gemeinden ein starker Rückgang der Besucherzahlen zu verzeichnen ist.

Die Initiative Vision 36 stützt sich auf das Fundament des Programms „Jahrzehnt des bewussten Jüngerseins“, das zuvor zur Schaffung von Bildungsressourcen und zur Stärkung der Verbindungen zwischen den Kirchen der Gemeinschaft in 165 Ländern beigetragen hat. Im Falle einer erfolgreichen Umsetzung wird das Projekt zu einem der größten koordinierten Versuche missionarischer Expansion in der Geschichte des Anglikanismus werden.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Augsburger Gemeinde zur offenen Begegnung mit einem orthodoxen Psychologen eingeladen wurde.

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