Priester Arsenije Jovanović: „Die größte Krankheit des Menschen ist die Sünde“
Priester Arsenije Jovanović aus Nürnberg (r.) und der Rosenheimer Pfarrer Dejan Ristić zelebrierten die Göttliche Liturgie zum Fest der heiligen Apostel Petrus und Paulus in Rosenheim. Foto: Gemeinde
Das serbisch-orthodoxe Kirchenzentrum München hat am 12. Juli in seiner Gemeinde in Rosenheim das Fest der heiligen Apostel Petrus und Paulus feierlich begangen. Der Göttlichen Liturgie stand Priester Arsenije Jovanović aus der Gemeinde Nürnberg vor. Mit ihm zelebrierte der Rosenheimer Priester Dejan Ristić. Im Mittelpunkt der Predigt standen das Evangelium von der Heilung des Gelähmten sowie das Bekenntnis des Apostels Petrus zu Jesus Christus. Darüber berichtete die Eparchie auf ihrer Webseite.
Beide Evangelien führten nach den Worten von Priester Arsenije Jovanović zur gleichen Wahrheit: Jesus Christus sei der Sohn Gottes und der Erlöser der Welt. Die Heilung des Gelähmten zeige, dass Christus zunächst die Sünden vergebe und erst danach den Leib heile. Damit werde deutlich, dass die größte Krankheit des Menschen die Sünde sei, weil sie ihn von Gott trenne.
Anschließend stellte der Prediger die Apostel Petrus und Paulus als unterschiedliche Menschen vor, die durch ihren lebendigen Glauben an Christus verbunden gewesen seien. Petrus, der einfache Fischer, habe den Herrn aus Angst zwar dreimal verleugnet, sei jedoch durch aufrichtige Reue wieder aufgerichtet worden und habe fortan nicht aus eigener Kraft, sondern im Vertrauen auf Gott gepredigt. Paulus wiederum habe zunächst die Kirche verfolgt, ehe ihn die Begegnung mit dem auferstandenen Christus grundlegend verwandelt habe. Aus dem Verfolger sei der bedeutendste Verkünder des Evangeliums geworden. Beide Apostel hätten ihr Leben für Christus hingegeben und bezeugten, dass Gottes Gnade jeden Menschen verwandeln könne.
Aus dieser Botschaft leitete der Geistliche eine Ermutigung für die Gläubigen ab. Niemand sei frei von Schwächen, Niederlagen oder Sorgen, doch kein Fall sei größer als die Liebe Gottes, wenn der Mensch ehrlich bereue. Wie Christus den Gelähmten geheilt, Petrus nach seiner Verleugnung wieder aufgerichtet und Paulus verwandelt habe, könne er auch heute jeden Menschen erneuern. Deshalb seien Glaube, Gebet und Umkehr der Weg zu Christus, der „derselbe gestern, heute und in Ewigkeit“ sei. Zum Abschluss rief der Geistliche dazu auf, die Fürsprache der heiligen Apostel Petrus und Paulus zu erbitten, damit Glaube und Liebe in den Familien wachsen, Frieden die Herzen erfülle und die Gläubigen Christus treu blieben.
Im Anschluss an die Liturgie fand ein Familienfest mit zahlreichen Gemeindemitgliedern statt. Neben einem gemeinsamen Mittagessen und einem vielfältigen Programm für Kinder und Jugendliche wurden durch freiwillige Spenden 1.000 Euro für die Hilfsorganisation „Srbi za Srbe“ gesammelt, die damit eine bedürftige Familie unterstützen wird. Besonders gewürdigt wurde zudem das Engagement des serbischen Kultur- und Folklorevereins „Mladost“, der die Veranstaltung maßgeblich mitorganisiert hatte.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass das französische Parlament ein Gesetz zur Legalisierung der Sterbehilfe verabschiedet hatte.
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