Metropolit Nikolaj gedachte des heiligen Johannes von Shanghai und San Francisco

Metropolit Nikolaj leitete die Gedenkfeiern zu Ehren des heiligen Johannes von Shanghai und San Francisco. Foto: Diözese

Metropolit Nikolaj leitete die Gedenkfeiern zu Ehren des heiligen Johannes von Shanghai und San Francisco. Foto: Diözese

Metropolit Nikolaj, Ersthierarch der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), hat am 4. Juli 2026 in der Kathedrale „Freude aller Trauernden“ in San Francisco die landesweiten Gedenkfeiern zu Ehren des heiligen Johannes von Shanghai und San Francisco geleitet. Höhepunkte waren die Göttliche Liturgie, eine Prozession und die Verehrung der Reliquien des Wundertäters, wie die ROKA-Synode berichtete.

Bereits am Vorabend fand in der Kathedrale eine nächtliche Vigil mit Litia, Brotsegnung und der Verherrlichung des Heiligen vor seinem Reliquienschrein statt. Am 4. Juli zelebrierte Metropolit Nikolaj die Göttliche Liturgie gemeinsam mit Erzbischof Kirill von San Francisco und Westamerika sowie mehreren orthodoxen Bischöfen und zahlreichen Geistlichen der Westamerikanischen Diözese und anderer orthodoxer Ortskirchen. Der Gottesdienst wurde vom Bischofschor unter der Leitung von Wladimir Krasowski musikalisch gestaltet.

Im Anschluss an die Liturgie zogen die Gläubigen in einer Prozession um die Kathedrale. Danach verlieh Metropolit Nikolaj den Synodalen Damenorden der Kursker Wurzelikone der Mutter Gottes „des Zeichens“ an Elena Valeryevna Olkhovskaya. Die Auszeichnung würdigt ihren langjährigen Einsatz für die Kirche und erfolgte zugleich im Gedenken an den 60. Todestag des heiligen Johannes. Den Abschluss des Festtages bildete ein gemeinsames Mahl, das von den Schwestern der Kathedrale vorbereitet wurde.

Der heilige Johannes von Shanghai und San Francisco (1896–1966), mit bürgerlichem Namen Michail Maximowitsch, wirkte als Bischof der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland unter anderem in Shanghai, Westeuropa und San Francisco. Er setzte sich besonders für Flüchtlinge, Waisen und Bedürftige ein und wird wegen seines asketischen Lebens und zahlreicher ihm zugeschriebener Wunder hoch verehrt. Die ROKA sprach ihn 1994 heilig; sein Gedenktag wird am Samstag begangen, der dem 2. Juli am nächsten liegt.

Die UOJ berichtete zuvor, wie aus einer deutschsprachigen Liturgie in Köln ein Ort der Begegnung über alle orthodoxen Grenzen hinweg wurde.

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