Vorsteher der Estnischen Kirche richtete ein Schreiben der Unterstützung an Metropolit Onufrij
Metropolit Jewgeni von Tallinn und ganz Estland. Foto: Estnisch-Orthodoxe Kirche
Am 15. Juni 2026 sandte das Oberhaupt der Estnischen Orthodoxen Christlichen Kirche (EOChK), Metropolit Jewgenij, ein persönliches Sendschreiben an den Vorsteher der UOK, Seine Seligkeit Metropolit Onufrij. In seinem Brief drückte der Hierarch tiefe Trauer und gebetliche Unterstützung für die Herde, den Klerus und die Mönche im Zusammenhang mit dem Beschuss Kiews aus, in dessen Folge die Mariä-Entschlafens-Kathedrale des Kiewer Höhlenklosters schwer beschädigt wurde.
Metropolit Jewgenij unterstrich, dass der Anblick der Zerstörung der altehrwürdigen Kathedrale – dieses „lebendigen Zeugnisses des Glaubens, der Hoffnung und der Standhaftigkeit zahlloser Generationen“ – herzzerreißend sei für alle, die das geistliche Erbe verehren. „Die Schönheit der Kathedralen liegt nicht allein im Stein, sondern vor allem im unablässigen Lobpreis, der innerhalb der Kirchenmauern Gott dargebracht wird“, merkte der Vorsteher der Estnischen Kirche in seinem Schreiben an.
Besondere Aufmerksamkeit wird im Sendschreiben der theologischen Bewertung des Geschehens gewidmet. Der estnische Hierarch verurteilte den Krieg unmittelbar als Gewalt, die „menschliches Leben, Häuser und Stätten der Gottesverehrung zerstört“. Nach den Worten Metropolit Jewgenijs sind derartige Handlungen dem Willen Gottes, der die Liebe ist, zuwider und völlig unvereinbar mit dem Evangelium des Friedens.
Zum Abschluss des Schreibens versicherte der Vorsteher der EOChK Seiner Seligkeit Metropolit Onufrij, dass die Kirche in Estland weiterhin Gebete für die Einstellung der Kampfhandlungen und für die Heilung aller Betroffenen emporbringe. Der Metropolit rief den Schutz der Allerheiligsten Gottesmutter auf die Herde der UOK herab und wünschte allen „Beunruhigten und Trauernden“ Trost.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Bulgarien die Sanktionen gegen Patriarch Kyrill blockierte.
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