Empfang in Bonn: Wulff warnte vor Werteverlust durch weniger Christentum
Empfang der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Bonn mit v. l.: Metropolit Grigorije, Metropolit Augoustinos, Bundespräsident a. D. Christian Wulff und Bischof Sofian. Foto: Rumänisch-Orthodoxe Metropolie
Beim traditionellen Jahresempfang der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland hat der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff am 11. Juni 2026 vor den gesellschaftlichen Folgen eines schwindenden christlichen Wertefundaments gewarnt. Unter dem Leitgedanken „Weniger Christentum bedeutet mehr Armut“ rief er zur stärkeren Anerkennung und Förderung der christlichen Grundlagen der europäischen Zivilisation auf. Darüber berichtete u. a. der teilnehmende Bischof Sofian auf seiner Facebook-Seite.
Gastgeber war Metropolit Augoustinos, der als Metropolit von Deutschland und Exarch von Mitteleuropa des Ökumenischen Patriarchats die anwesenden Würdenträger und Gäste begrüßte. Der Empfang findet jährlich zum Namenstag des Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus I. statt.
Zu den Gästen gehörten u. a. der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland sowie Weihbischof Sofian von Kronstadt der rumänisch-orthodoxen Metropolie. Auch Vertreter des katholischen Erzbistums Köln und des Koordinierungsrats der Muslime in Deutschland, dem etwa die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) und der Zentralrat der Muslime angehören, nahmen an der Veranstaltung teil.
Ex-Bundespräsident Wulff betonte als Gastredner, dass die Abkehr von christlichen Prinzipien langfristig zu gesellschaftlichem Verfall und Verlusten für Mensch und Gemeinschaft führe. Die Veranstaltung vereinte Vertreter verschiedener orthodoxer Kirchen sowie Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft und stand im Zeichen des Austauschs über gemeinsame Werte und deren Bedeutung für Europa.
Die UOJ berichtete zuvor, dass in Berlin die Bauarbeiten für eine mazedonisch-orthodoxe Kirche begonnen haben.
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