„Dieses Leben hier und jetzt soll ein Vorgeschmack auf die Ewigkeit sein“

Die Hierarchen beim Besuch in Podgorica (v. l.): Abt Ephraim von Vatopedi, Metropolit Silouan von Australien und Neuseeland, Patriarch Porfirije und Metropolit Joanikije von Montenegro und der Küstenregion. Foto: Patriarchat

Bei einer feierlichen Göttlichen Liturgie in der Auferstehungskathedrale von Podgorica in Montenegro am 28. Mai 2026 hat der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije die zentrale Bedeutung des Glaubens für das Leben der Gläubigen hervorgehoben. Darüber berichtete das serbische Patriarchat auf seiner Webseite.

In seiner Predigt betonte Patriarch Porfirije, dass der Mensch für das Reich Gottes bestimmt sei und das irdische Leben bereits ein Vorgeschmack auf die Ewigkeit sein könne. Entscheidend seien dabei die Zugehörigkeit zu Gott, die Liebe als Fundament des Lebens sowie ein Leben in Buße und Glauben. Der Patriarch erinnerte zudem an die geistlichen Wurzeln des serbischen Volkes im Kloster Vatopedi und unterstrich die Rolle der Kirche als Ort der geistlichen Erneuerung.

Archimandrit Ephraim, Abt des Athos-Klosters Vatopedi, würdigte in seiner Ansprache insbesondere das geistliche Erbe des verstorbenen Metropoliten Amfilohije (1938 – 2020), den er als „wahren Apostel Christi“ bezeichnete. Er hob dessen Standhaftigkeit in schwierigen Zeiten hervor und betonte die lebendige spirituelle Tradition der Kirche, die sich in Gebet, Askese und im Wirken heiliger Persönlichkeiten zeige. Zugleich verwies Abt Ephraim auf die enge Verbindung zwischen dem serbischen Volk und dem Heiligen Berg Athos sowie auf die besondere Bedeutung des Gürtels der Gottesmutter als Quelle von Trost und Wundern für die Gläubigen.

Metropolit Joanikije von Montenegro und der Küstenregion hob die geistliche Freude über den Besuch des Patriarchen und von Abt Ephraim und die Verbindung zu den jüngsten Feierlichkeiten in Belgrad um den Besuch des Gürtels der Gottesmutter hervor und betonte die Bedeutung der brüderlichen Einheit innerhalb der Kirche.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Ilja Limberger über das orthodoxe Ehe- und Familienleben sprach.

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