Papst Leo rief zu „Entwaffnung“ von künstlicher Intelligenz auf
Papst Leo. Foto: Screenshot vom YouTube-Kanal „Vatican News“
Papst Leo stellte seine erste Sozialenzyklika „Magnifica Humanitas“ vor und forderte, künstliche Intelligenz von der „Logik der Herrschaft, der Ausgrenzung und des Krieges“ zu befreien. Dies berichtet der Pressedienst des Vatikans.
In seiner Ansprache vor den Teilnehmern der Präsentation im Audienzsaal des Vatikans bezeichnete der Pontifex die aktuelle technologische Revolution als „epochalen Wendepunkt“, vergleichbar mit den Umwälzungen der industriellen Revolution. Seinen Worten zufolge berührt künstliche Intelligenz bereits viele Lebensbereiche und „verändert die Art der Kriegsführung grundlegend“. Die Enzyklika entstand nach Konsultationen mit Wissenschaftlern, Ingenieuren, Pädagogen, Politikern und Familien, die sich um die Zukunft der jungen Generationen sorgen.
Der Papst zog eine direkte Parallele zur Enzyklika Rerum Novarum von Leo XIII. aus dem Jahr 1891, in der sein Vorgänger die Folgen der industriellen Revolution im Lichte des Evangeliums und der Würde des Menschen reflektierte. Der Pontifex erklärte, er habe während der Ausarbeitung des Dokuments „sehr beunruhigende Stimmen“ über autonome Waffensysteme und Algorithmen gehört, die auf der Grundlage „unfairer und voreingenommener Daten“ Menschen den Zugang zu Gesundheitsversorgung, Beschäftigung und Sicherheit verweigern könnten. „Künstliche Intelligenz muss entwaffnet werden – sie muss von der Logik befreit werden, die sie zu einem Instrument der Herrschaft, der Ausgrenzung oder des Todes macht“, betonte er.
In seiner neuen Enzyklika rief Leo XIV. zudem zur Zusammenarbeit zwischen Staaten, Institutionen, Technologieentwicklern und denjenigen auf, die direkt von digitalen Systemen betroffen sind, um die Errungenschaften der KI zum Wohle der gesamten Menschheit und nicht zum Vorteil einer „privilegierten Minderheit“ einzusetzen.
Wie die UOJ zuvor berichtete, setzt sich der Papst trotz Aussagen Trumps gegen Krieg ein.
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