„Neid und Streit sind das Mittel des Teufels gegen die Errettung der Menschen“

Diakon Igor Willimowski während seiner Predigt in der St.-Barbara-Kirche in Krefeld. Foto: Screenshot YouTube

Am Sonntag nach Christi Himmelfahrt (24. Mai 2026), dem Gedächtnis der Väter von Nizäa, predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche zu Krefeld über die geistliche „Zwischenzeit“ zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten als Zeit der Erwartung, Selbstprüfung und Bewahrung der Einheit im Glauben. Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.

Im Zentrum der Predigt stand die besondere liturgische und geistliche Situation zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Diese Phase beschrieb Diakon Igor Willimowski als Übergangszeit, in der Altes abgeschlossen sei und zugleich die Erwartung des Heiligen Geistes wachse. Ähnlich wie die Apostel lebten auch die Gläubigen heute in einer Spannung zwischen Abschied und Hoffnung, die zur Reflexion über das eigene Glaubensleben einlade.

Ausgehend vom Evangelium des Sonntags (Joh 17,1–13) hob der Geistliche besonders das Gebet Christi hervor: „Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, damit sie eins seien.“ Diese Einheit zwischen Vater und Sohn, die auch im Glaubensbekenntnis des Konzils von Nizäa formuliert wurde, sei zugleich Maßstab für die Einheit der Kirche. Die Gläubigen seien aufgerufen, diese Einheit im gemeinsamen Glauben und in der Eucharistiegemeinschaft sichtbar zu leben.

Diakon Igor Willimowski mahnte, dass Streit, Neid und Spaltungen dem christlichen Auftrag widersprächen und letztlich Mittel des Teufels gegen die Errettung seien. Auch wenn unterschiedliche Meinungen bestehen könnten, sollten diese im Geist des gegenseitigen Zuhörens und der Versöhnung überwunden werden. Gerade in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft sei das christliche Zeugnis der Einheit und des Friedens besonders wichtig.

Abschließend erinnerte der Prediger daran, dass Zwietracht letztlich vom Weg der Errettung ablenke. Die Gläubigen seien daher aufgerufen, sich an Christi Gebot der Einheit zu halten und als Friedensstifter zu wirken – im Vertrauen darauf, dass Gott alles zum Guten führe.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Tichon die Liebe als Weg zur Gotteserkenntnis beschrieb.

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