Orthodoxe Begegnung in Köln vereinte Gläubige aus verschiedenen Diözesen
Teilnehmer der orthodoxen Begegnung in Köln beim gemeinsamen Gruppenfoto. Foto: Leo Lars Anzuck
In der Kirche der Erhöhung des Heiligen Kreuzes in Köln fand am Samstag, dem 23. Mai 2026, ein besonderer Begegnungs- und Katechesetag statt. Wie ein Korrespondent der UOJ berichtet, nahmen zahlreiche Gläubige sowie viele Jugendliche aus verschiedenen orthodoxen Diözesen an der Veranstaltung teil. Der Tag stand im Zeichen von Gemeinschaft, geistlichem Austausch, Gebet und dem gemeinsamen orthodoxen Glaubensleben in Deutschland.
Foto: JesusLiebtEuch33
Die Göttliche Liturgie in deutscher Sprache begann um 09:00 Uhr und endete gegen 10:30 Uhr. Geleitet wurde sie von Vater Matthias Zierenberg. Mitzelebranten waren Vater Mladen, der Gemeindepfarrer, Vater Nenad aus der serbischen Diözese aus Augsburg sowie Vater Raphael aus der antiochenischen Diözese.
Die Liturgie war geprägt von einer feierlichen und zugleich brüderlichen Atmosphäre. Gläubige unterschiedlicher orthodoxer Traditionen beteten gemeinsam und zeigten damit die lebendige Einheit des orthodoxen Glaubens über nationale und sprachliche Grenzen hinweg.
Im Anschluss an den Gottesdienst fand eine Kennenlernrunde mit Essen und Getränken statt. Dabei kamen die Teilnehmer miteinander ins Gespräch und tauschten sich über Glauben, Gemeinde, kirchliches Leben und persönliche Erfahrungen aus. Besonders erfreulich war die große Teilnahme zahlreicher Jugendlicher aus verschiedenen Diözesen, die die Gelegenheit nutzten, neue Kontakte innerhalb der orthodoxen Gemeinschaft zu knüpfen.
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Von 11:00 Uhr bis 11:30 Uhr hielt Vater Mladen eine Katechese. Darin sprach er über die Herausforderungen der heutigen leistungsorientierten Gesellschaft und darüber, wie Christen inmitten von Druck, Stress, Erwartungen und äußerem Erfolg ihr inneres geistliches Leben bewahren können.
Ursprünglich war außerdem ein Vortrag von Priv.-Doz. Dr. med. Ilija Djordjevic zum Thema „Wie bleibt man Mensch in einer leistungsorientierten Welt?“ geplant. Der Herzchirurg, Hochschullehrer, Vorstandsvorsitzende der Gemeinde und orthodoxe Christ konnte den Vortrag jedoch kurzfristig nicht halten.
Noch während des Beginns der Göttlichen Liturgie erhielt Dr. Djordjevic einen besonderen Anruf: Seine Frau brachte ihr gemeinsames Kind zur Welt. Die Nachricht sorgte trotz der Programmänderung für große Freude unter den Anwesenden.
Für Dr. Djordjevic ist es bereits das dritte Kind. Viele Teilnehmer gratulierten der Familie herzlich und freuten sich über dieses gesegnete Ereignis. So wurde der Tag nicht nur zu einer geistlichen Begegnung, sondern auch zu einem bewegenden Zeugnis für die Bedeutung von Familie, Leben und Gottes Segen.
Trotz des ausgefallenen Vortrags wurde die Veranstaltung von den Teilnehmern als sehr gelungen wahrgenommen. Die Begegnung zeigte erneut, wie wichtig gemeinsame orthodoxe Veranstaltungen für Jugendliche und Gläubige verschiedener Diözesen in Deutschland sind und wie lebendig die orthodoxe Gemeinschaft auch über Gemeindegrenzen hinweg sein kann.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass ein neues Video von Photisis TV die Geschichte, die Herausforderungen und das heutige Leben der antiochenisch-orthodoxen Gemeinde in Köln vorstellt.
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