Georgstag: Prinz Filip betonte Bedeutung von Glauben und Ausdauer

Prinz Filip (r.) und Mitglieder der Familie Karađorđević bei der Liturgie zum Georgstag in Oplenac.

Am 6. Mai 2026, dem Georgstag, hat der serbische Kronprinz Filip Karađorđević gemeinsam mit seiner Ehefrau Danica an einer feierlichen Liturgie zum Patronatsfest der St.-Georgs-Kirche in Oplenac teilgenommen. In seiner Ansprache hob er die zentrale Rolle von Glauben, Opferbereitschaft und Ausdauer für Staat und Gesellschaft hervor. Darüber berichtete das königliche Büro auf seiner Facebook-Seite.

Die Heilige Liturgie wurde von dem serbisch-orthodoxen Bischof Jovan von Šumadija zelebriert und fand anlässlich des Georgstags statt. Neben dem Kronprinzenpaar nahmen auch weitere Mitglieder der Familie Karađorđević teil, darunter Mihailo Karađorđević, Ljubica Karađorđević sowie deren Tochter Natalia. Ebenfalls anwesend waren Vertreter der König-Peter-I.-Stiftung und zahlreiche Gläubige.

In seiner Ansprache betonte Prinz Filip die historische und geistliche Bedeutung von Oplenac. Der Ort sei nicht nur Mausoleum der Dynastie, sondern auch ein Symbol für das nationale Gedächtnis und die spirituelle Einheit des serbischen Volkes. Die von Peter I. Karađorđević gegründete Stiftung habe auf Werten wie Glauben und Opferbereitschaft aufgebaut, die von Alexander I. Karađorđević weitergeführt worden seien.

Zugleich unterstrich der Kronprinz die Verantwortung, dieses Erbe für kommende Generationen zu bewahren. Oplenac sei ein Zeugnis der Geschichte und mahne dazu, das spirituelle und nationale Vermächtnis würdevoll und im Glauben fortzuführen.

Abschließend richtete Prinz Filip eine Botschaft an die Gläubigen und rief dazu auf, sich an den Tugenden des heiligen Georg zu orientieren. Dieser stehe für Güte, Weisheit und den Dienst am Vaterland.

Oplenac ist für die serbische Königsfamilie weit mehr als ein historischer Ort – es bildet das zentrale Heiligtum und Gedächtnis der Dynastie Karađorđević. Auf dem Hügel oberhalb von Topola ließ Peter I. Karađorđević Anfang des 20. Jahrhunderts die St.-Georgs-Kirche errichten. Sie wurde als Mausoleum der Familie konzipiert und vereint bis heute religiöse, nationale und dynastische Bedeutung.

Dort befinden sich die Gräber zahlreicher Mitglieder der Dynastie, darunter auch Alexander I. Karađorđević. Oplenac ist damit der wichtigste Begräbnisort der Familie und zugleich ein sichtbares Symbol ihrer historischen Rolle in der serbischen Staatsbildung. Die Kirche selbst ist berühmt für ihre monumentalen Mosaiken, die zentrale Motive der serbisch-orthodoxen Tradition darstellen.



Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Tichon das Patronatsfest im St.-Georgs-Kloster Götschendorf feierte.

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