120 Jahre rumänisch-orthodoxe Präsenz in Österreich gefeiert
Feierlichkeiten in Wien zum 120-jährigen Bestehen der ersten rumänisch-orthodoxen Gemeinde in Österreich.
Mit einem zweitägigen Festprogramm hat die rumänisch-orthodoxe Kirche in Österreich das 120-jährige Bestehen ihrer ersten Gemeinde begangen. Auch eine Botschaft des Patriarchen unterstrich die Bedeutung des Jubiläums der Gemeinde „Heilige Auferstehung“ Wien, wie die Metropolie auf ihrer Webseite berichtete.
Am 13. und 14. April 2026 fanden in Wien die Feierlichkeiten zum 120. Jahrestag der Gründung der ersten rumänisch-orthodoxen Gemeinde in Österreich statt. Unter dem Vorsitz von Metropolit Serafim nahmen zahlreiche Geistliche, Gläubige sowie Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft teil. Den Auftakt bildete ein Te Deum-Gottesdienst in der Kirche „St. Apostel Andreas“, der als Ausdruck des Dankes für die Entwicklung der Gemeinde seit ihrer Gründung gefeiert wurde.
Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde auch eine Botschaft von Patriarch Daniel verlesen, die von Pater Emanuel Nuțu vorgetragen wurde. Darin würdigte das Kirchenoberhaupt die Geschichte und das Zeugnis der rumänisch-orthodoxen Gemeinden in Österreich und hob ihre Bedeutung für Glaubensleben, Gemeinschaft und Identitätsbewahrung in der Diaspora hervor.
In seiner Ansprache betonte Metropolit Serafim die zentrale Rolle der Kirche bei der Bewahrung der religiösen und kulturellen Identität der im Ausland lebenden Rumänen. Zugleich würdigte er deren Beitrag zur österreichischen Gesellschaft und unterstrich die Bedeutung von ökumenischem Dialog und Offenheit in einem vielfältigen Europa. Dank richtete er auch an den österreichischen Staat und die katholische Kirche für die Unterstützung der Gemeinden.
Ein wissenschaftliches Begleitprogramm beleuchtete Geschichte, Gegenwart und Zukunft der rumänisch-orthodoxen Präsenz in Österreich. Dabei wurde unter anderem auf historische Zeugnisse seit dem Mittelalter verwiesen sowie auf die Entwicklung der kirchlichen Strukturen bis heute: Derzeit bestehen 33 Gemeinden mit 38 Priestern. Weitere Vorträge thematisierten die Herausforderungen der Migration, die institutionelle Festigung der Kirche sowie Perspektiven für eine stärker integrierte und zugleich identitätsbewusste kirchliche Arbeit.
Den Abschluss bildete ein deutschsprachiges Symposium mit Vertretern verschiedener Kirchen und Institutionen. In Beiträgen und Diskussionen wurde die Rolle der rumänisch-orthodoxen Gemeinden für den interkulturellen Dialog und den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervorgehoben. Das Jubiläum wurde damit nicht nur als Rückblick, sondern auch als Auftrag verstanden, die pastorale und missionarische Arbeit in Österreich weiterzuführen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Irinej über Pläne für eine orthodoxe Universität in Serbien sprach.
Lesen Sie auch
Patriarch Porfirije nannte die in den Jahren 1992–1995 getöteten Serben „Märtyrer“
Der Vorsteher der Serbischen Kirche unterstrich, dass das Gedenken an die Märtyrer der Eckstein des wahren Friedens sei.
In Georgien fand eine Kreuzprozession zum 1700-jährigen Jubiläum des Christentums statt
Geistliche und Gläubige mehrerer Eparchien Georgiens vollzogen eine fünftägige Kreuzprozession von Goriǰvari zum Berg Thoti.
Neues Buch mit Fastenpredigten des heiligen Johannes von Kronstadt angekündigt
Verlag Hagia Sophia veröffentlicht erstmals deutschsprachige Auswahl geistlicher Texte des russischen Heiligen zur Großen Fastenzeit
Präsident Vučić besuchte das Kloster Alawerdi zum Abschluss seiner Georgien-Reise
Besuch in der Region Kachetien unterstrich kulturelle und geistliche Verbundenheit
Grundsteinlegung für nationales Jugendzentrum: Kirche investiert in junge Menschen
Rumänisches Patriarchat startete Großprojekt bei Bukarest – Bildungs- und Sozialzentrum für Tausende Kinder geplant
„Gefährlicher Präzedenzfall“: Patriarchat von Jerusalem kritisiert Landbeschlagnahme
Kirche spricht von illegalem Zugriff auf Eigentum und warnt vor wachsendem Druck auf Christen im Heiligen Land