Provokantes Theaterstück über Maria nach Protesten in Belgien abgesagt

Das abgesagte Theaterstück sollte eine provokative Neuinterpretation der Madonna zeigen und löste heftige Reaktionen aus. Foto: Alex Gindin on Unsplash

In der belgischen Gemeinde Havelange ist ein umstrittenes Theaterstück über die Jungfrau Maria nach massiven Protesten kurzfristig abgesagt worden. Veranstalter und Ensemble verweisen auf zunehmenden Druck und fehlende Dialogbereitschaft. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal CNA am 18. März 2026.

Das für den 27. März geplante Stück „Madonna (non) grata“ sollte Maria in einer ungewöhnlichen, bewusst provokativen Darstellung zeigen. In der Ankündigung war von einer Figur „zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen“ die Rede, die als „gefallene Jungfrau“ und „zerfallenes Heiliges“ inszeniert werde.

Nach anhaltenden Protesten aus katholischen Gruppen zog das Ensemble C.A.L.M.A. seine Teilnahme zurück. In einer Erklärung begründeten die Künstler den Schritt mit „Intoleranz und Einschüchterungen“ sowie der Unmöglichkeit, einen sachlichen Dialog mit Kritikern zu führen.

Das Kulturzentrum wies den Vorwurf der Gotteslästerung zurück. Man bedauere, dass Ankündigung und Bildsprache Menschen verletzt hätten, betonte jedoch, die Inszenierung sei „keineswegs ein Angriff auf die katholische Religion“. Ziel sei vielmehr gewesen, anhand der Madonna gesellschaftliche Erwartungen an Frauen zu hinterfragen.

Seit Tagen waren zahlreiche Proteste per E-Mail und über soziale Medien eingegangen. Auch eine Petition katholischer Gruppen kritisierte das Stück als blasphemisch und rief zu öffentlichem Widerstand auf. Das Kulturzentrum berichtete zudem von fremdenfeindlichen Äußerungen und prüft rechtliche Schritte.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die Jubiläumsfeier der ROKA in München mit einer öffentlichen hierarchischen Liturgie eröffnet wird.

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