Metropolit Irinej: „Ikonen drücken den Glauben an die Menschwerdung Gottes aus“

Metropolit Irinej von Bačka zelebriert die Heilige Liturgie zum Sonntag der Orthodoxie in der Kathedrale von Novi Sad.

Metropolit Irinej von Bačka zelebriert die Heilige Liturgie zum Sonntag der Orthodoxie in der Kathedrale von Novi Sad.

Am Sonntag der Orthodoxie, dem 1. März 2026, hat der serbisch-orthodoxe Metropolit Irinej von Bačka die Heilige Liturgie in der Kathedrale von Novi Sad zelebriert. In seiner Predigt hob er die historische Wirklichkeit der Menschwerdung Christi und die daraus folgende Bedeutung der Ikonenverehrung hervor, wie das serbische Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

An der Liturgie nahmen unter anderem Bischof Damaskin von Mohács, Hieromonach Silouan vom Gregori-Kloster auf dem Berg Athos sowie Priester und Diakone aus Novi Sad teil. In seiner Ansprache erinnerte Metropolit Irinej, der auch Administrator der Eparchie Österreich ist, an das Siebte Ökumenische Konzil von 787, das die Verehrung der Ikonen bestätigte und damit ihre Rückkehr in Kirchen und Häuser der Christen ermöglichte.

Auch nach diesem Konzil habe es weiterhin Widerstände gegen die Ikonenverehrung gegeben, erklärte der Metropolit. Erst ein weiteres Konzil im Jahr 842 unter Kaiserin Theodora habe die Verehrung der Ikonen endgültig wiederhergestellt und ihren Platz im kirchlichen Leben bekräftigt.

Die Ikonen seien Ausdruck des Glaubens an die Menschwerdung Gottes, betonte Irinej. Der christliche Glaube gründe sich nicht auf eine abstrakte Vorstellung von Gott, sondern auf die historische Begegnung mit dem menschgewordenen Logos, wie sie die Apostel und Heiligen erfahren hätten.

Nach dem Gebet am Ambo wurde in der Kathedrale von Novi Sad die traditionelle Prozession mit den heiligen Ikonen zum Sonntag der Orthodoxie begangen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Matthias Fröse in einem neuen Videobeitrag über Gewissen, Beichte und den Weg von der Selbstanklage zur Freiheit des Herzens spricht.

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