„Das Ereignis über allen Ereignissen“ – Metropolit Grigorije zur Theophanie

Metropolit Grigorije während der Predigt zum Fest der Theophanie in Berlin. Foto: Eparchie

Am Fest der Theophanie feierte Metropolit Grigorije am 19. Januar 2026 die Heilige Liturgie in der Kirche des heiligen Sava in Berlin. In seiner Predigt deutete er die Taufe Christi als das entscheidende Ereignis der Geschichte, das alle menschlichen Erfahrungen überragt, wie die serbische Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.

Metropolit Grigorije stellte in seiner Ansprache das menschliche Leben als Abfolge prägender Ereignisse dar – Begegnungen, Beziehungen, Freude und Leid. Diese Erfahrungen seien wesentlich, stünden jedoch im Schatten eines unvergleichlich größeren Geschehens: des Kommens Gottes in die Welt. Mit der Menschwerdung des Logos habe Gott selbst die Geschichte betreten und sei dem Menschen als Bruder und Freund begegnet.

Im Zentrum der Predigt stand die Theophanie als Offenbarung der Heiligen Dreifaltigkeit. Die Begegnung Christi mit Johannes dem Täufer am Jordan sei, so der Metropolit, von der Kirche früh als einzigartiges Ereignis erkannt worden. In ihr werde sichtbar, dass Gott sich nicht fernhalte, sondern dem Menschen konkret und geschichtlich entgegentrete.

Besonders hob der Geistliche das Bild Christi als „Lamm Gottes“ hervor, das die Sünden der Welt trägt. Dieses Selbstopfer sei das „Ereignis über allen Ereignissen“, in dem sich die Liebe Gottes offenbare. Die Liturgie selbst werde dadurch zu einer realen Begegnung zwischen Gott und Mensch, die den Gläubigen Anteil am Heilsplan und am ewigen Leben schenke.

Abschließend betonte der Metropolit, dass die Erscheinung des Herrn nicht bloß Anlass zur Freude sei, sondern Einladung zur inneren Verwandlung: Gott trete in das Leben und in die Herzen der Menschen ein, um ihnen das ewige Leben zu schenken.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Christophe Levalois neuer Präsident des Orthodoxen Instituts St. Sergius ist.

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