Innsbrucker Gemeinde feierte Patronatsfest mit Bischof Sofian

Rumänisch-orthodoxe Christen in Innsbruck gedachten ihrer Schutzpatrone, der Märtyrer von Kufstein – am Sonntag mit Bischof Sofian. Foto: Metropolie

Am Sonntag, dem 19. Oktober 2025, feierte die rumänisch-orthodoxe Gemeinde Innsbruck ihr Patronatsfest zu Ehren der Heiligen Siebenbürgischen Bekenner von Kufstein. Die Heilige Liturgie leitete Weihbischof Sofian von Kronstadt von der Rumänisch-Orthodoxen Metropolie für Deutschland, Mittel- und Nordeuropa, der am Vortag bereits an der Gedenkfeier für die Neumärtyrer in Kufstein teilgenommen hatte – vier rumänisch-orthodoxe Glaubenszeugen des 18. Jahrhunderts, die wegen ihres Festhaltens am orthodoxen Bekenntnis in der Festung Kufstein litten. Darüber berichtete Bischof Sofian auf seiner Facebook-Seite.

In seiner Predigt zum Evangelium von der Auferweckung des Jünglings von Nain (Lk 7,11–16) betonte Bischof Sofian die tröstende Kraft des Glaubens: Christus kenne jede Träne, und manchmal helfe er, „noch bevor wir ihn darum bitten“. Das Wort „Weine nicht!“ sei ein Zeichen göttlicher Nähe, besonders in schweren Zeiten.

Die Zusammenkunft stand ganz im Zeichen des Gedenkens an die vier bekannten rumänischen Glaubenszeugen, die im 18. Jahrhundert unter der Herrschaft von Kaiserin Maria Theresia wegen ihres orthodoxen Bekenntnisses verfolgt und in der Festung Kufstein gefangen gehalten wurden und starben: Mönch Visarion Sarai, Priester Ioan von Gales, Priester Moise Macinic von Sibiel und Bauer Oprea Nicolae. Es wird jedoch angenommen, dass weitere Gefährten mit ihnen litten und umkamen, ohne namentlich bekannt zu sein.

Eine Prozession und die brüderliche Agape, liebevoll vorbereitet von der Gemeinde um Erzpriester Mircea Oniga und dessen Ehefrau Geaniana, rundeten das Fest ab. Die Gemeinde hatte die siebenbürgischen Märtyrer vor einigen Jahren zu ihren Schutzpatronen erwählt – viele Gläubige stammen selbst aus dieser Region. Bischof Sofian würdigte die lebendige Frömmigkeit und Gemeinschaft in Innsbruck als sichtbaren Ausdruck des „Reiches Gottes“.

An der Festliturgie in Innsbruck nahmen auch Gäste aus Konstanz unter Erzpriester Ionel Nemes teil, begleitet vom Kirchenchor unter Leitung seiner Ehefrau Eugenia.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die rumänische Nationalkathedrale in Bukarest am 26. Oktober geweiht wird.


Lesen Sie auch

Metropolit Isaak eröffnete Ikonen-Ausstellung in Enschede

Große Akathis, Ausstellung und neue Ikonenwerkstatt in den Niederlanden

Taufpatenschaft als lebenslange geistliche Verantwortung

Photisis TV erklärt in neuem Video die Aufgabe orthodoxer Taufpaten

Wien: Einziger Christ in der Schulklasse wird "Schwein" genannt

Bericht aus Wiener Brennpunktschule zeigt religiöse Spannungen, Armut und Gewalt im Schulalltag

Armenische Gläubige versuchten, Pashinyan aus der Kirche zu vertreiben

Konflikt zwischen Regierung und Armenischer Apostolischer Kirche verschärfte sich.

Metropolit Isaak verurteilte pogromartige Angriffe auf Christen in Syrien

Antiochenisch-orthodoxe Metropolie wendet sich vor Berlin-Besuch des syrischen Machthabers an den Bundeskanzler

Nach EU-Druck wies Netanjahu an, RKK Zugang zur Grabeskirche zu gewähren

Der israelische Ministerpräsident hat angeordnet, dem lateinischen Patriarchen Zugang zur Grabeskirche zu gewähren, nachdem die Polizei ihn nicht zur Messe am Palmsonntag zugelassen hatte.