Gloria von Thurn und Taxis kritisierte Zeitgeist und Erziehungspolitik

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis ist bekannt für klare Worte und ihr konservatives Engagement in Kirche und Gesellschaft. Foto: Screenshot YouTube

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis ist bekannt für klare Worte und ihr konservatives Engagement in Kirche und Gesellschaft. Foto: Screenshot YouTube

In einem Interview mit der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ hat Fürstin Gloria von Thurn und Taxis die Gegenwart scharf kritisiert. „Leider leben wir in einer völlig dekadenten Welt“, sagte sie. Auch die beiden großen Kirchen in Deutschland und der Adel seien dem Zeitgeist unterworfen. Als Beispiele nannte sie Klimaproteste und LGBT-Bewegungen, die sie als „Ablenkungsmanöver“ bezeichnete.

Die Kirche habe sich laut von Thurn und Taxis zu allen Zeiten gegen Irrlehren behaupten müssen. Aktuell seien vor allem Pantheismus und eine „Kultur des Todes“ weitverbreitet. Diese Ideologien suggerierten den Menschen eine größere Freiheit, führten jedoch ins Gegenteil. Auch viele heutige Kirchenführer seien gegen diese „Häresien“ nicht immun.

In Bezug auf Familienpolitik beklagte die Fürstin eine mangelhafte Unterstützung junger Eltern. Erziehung werde zunehmend staatlichen Stellen überlassen – mit negativen Folgen: „Jeder Dritte ist heute depressiv oder nimmt Drogen.“ Sie plädierte für mehr Zeit mit Kindern und betonte: „Mutter zu sein ist die natürlichste Erfüllung einer Frau.“

Gloria von Thurn und Taxis ist eine prominente deutsche Adelige, Unternehmerin und engagierte Katholikin. Sie wurde 1960 in Stuttgart geboren und ist seit dem Tod ihres Mannes Johannes von Thurn und Taxis im Jahr 1990 das Oberhaupt des fürstlichen Hauses. Bekannt wurde sie in den 1980er-Jahren durch ihren unkonventionellen Lebensstil, später profilierte sie sich als konservative Stimme im öffentlichen Diskurs, insbesondere in Glaubens- und Gesellschaftsfragen. Heute lebt sie überwiegend in Regensburg, wo sich auch der Familiensitz, das Schloss St. Emmeram, befindet.

Im Landkreis Regensburg brannte kürzlich ein Jagdschloss der Familie von Thurn und Taxis nieder. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an. Kurz nach dem Brand hatte die Antifa ein Bekennerschreiben veröffentlicht.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der katholische Kardinal Gerhard Müller angesichts von Wokeismus, Migration und kultureller Selbstverleugnung vor Bürgerkrieg und schwindender christlicher Identität in Deutschland warnte.

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