Orthodoxe Priester und Mediziner im Dialog über Organtransplantation
Priester Dr. Ispas Ruja sprach beim orthodoxen Ärzte-Treffen in Mannheim über die theologischen Perspektiven der Organtransplantation. Foto: DOM-Gesellschaft
Beim orthodoxen Jahrestreffen für Ärzte und Theologen in Mannheim am 4. Oktober 2025 stand die Organtransplantation im Fokus. Unter dem Titel „Organtransplantation und Transplantationsmedizin“ kamen Mediziner verschiedener Fachrichtungen sowie Priester der orthodoxen Kirchen in Deutschland zu einem intensiven Austausch über die medizinischen und theologischen Aspekte des Themas zusammen. Darüber berichtete die rumänisch-orthodoxe Metropolie auf ihrer Webseite.
Veranstaltet vom Verein „Deutschsprachige Orthodoxie in Mitteleuropa“ (DOM) in Kooperation mit dem „Orthodoxen Ärzte-Treff“, bot die Konferenz einen interdisziplinären Rahmen zur Erörterung ethischer Fragestellungen, die sich aus dem medizinischen Fortschritt ergeben.
Zu den Hauptrednern gehörten die Bioethik-Expertin Cornelia Delkeskamp-Hayes, die Notfallmedizinerin Dr. Claudia Podasca und Priester Dr. Ispas Ruja, Geistlicher der rumänischen orthodoxen Gemeinde in Dortmund. Letzterer beleuchtete in seinem Vortrag die theologischen Implikationen der Organtransplantation aus orthodoxer Perspektive und betonte deren tief verwurzelte anthropologische Dimensionen.
Diskutiert wurden unter anderem Kriterien für Hirntod, normotherme regionale Perfusion sowie der ethische Umgang mit Organspende im Spannungsfeld von Technik und Theologie. Die Veranstaltung hob hervor, wie wichtig ein bewusster und gemeinschaftlich reflektierter Umgang mit diesen Fragen ist – im Dienst am Menschen und seiner Würde.
Die Veranstalter kündigten an, das erfolgreiche Format auch in Zukunft fortsetzen zu wollen, um die Verbindung zwischen Kirche und Medizin weiter zu stärken.
Die UOJ berichtete zuvor über die theologische Konferenz in der Verkündigungs-Skite des heiligen Justin in Unterufhausen.
Lesen Sie auch
Warum in der Orthodoxie Priester „Vater“ genannt werden dürfen
Priester Matthias Fröse deutet Jesu Wort aus Mt 23,9 und das orthodoxe Verständnis geistlicher Vaterschaft
Die Crnogorčevići nahmen an Feier zu Ehren des hl. Sava in Deutschland teil
Dies fand in der Gemeinde in der deutschen Stadt Kassel statt.
Syrien Patriarch ruft zu weltweiter Unterstützung Syriens auf
Beim Neujahrsempfang in Damaskus betonte der Patriarch die zentrale Rolle internationaler Hilfe für den Wiederaufbau und die Versöhnung in Syrien.
Ehemaliger Terrorist mit Vorstrafe kandidiert für den Stadtrat von Birmingham
Shahid Butt, der wegen Beteiligung an der Vorbereitung eines Terroranschlags verurteilt wurde, wirbt dank seines aktiven gesellschaftlichen Engagements für sich als „idealer Kandidat“.
In Brandenburg wurde ein tausendjähriges Kreuz gefunden
Das kürzlich gefundene Bronzekreuz bietet eine seltene Gelegenheit, einen Blick auf die Geschichte der christlichen Mission im frühen Mittelalter zu werfen.
Das Europäische Parlament gedachte der Opfer des Holocaust
Am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurden die Abgeordneten zu Erinnerung, Verantwortung und entschlossenem Handeln gegen Antisemitismus aufgerufen.