Am Berg Athos entschlief Metropolit Chrysostomos von Rodostol
Metropolit Chrysostomos. Foto: UOJ
Am 1. Oktober 2025 verstarb auf dem Heiligen Berg Athos Metropolit Chrysostomos von Rodostol, der als einer der angesehensten und gebildetsten Hierarchen der Gegenwart galt. Wie auf der Facebook-Seite des Klosters Hilandar zu lesen ist, fand die Beisetzung des Metropoliten am 2. Oktober statt.
Metropolit Chrysostomos lebte seit 1950 75 Jahre lang auf dem Berg Athos und widmete sich seinem geistlichen Amt in der Zelle Allerheiligen, die unter der Verwaltung der Großen Lavra steht. 1978 wurde er auf Beschluss des Patriarchen von Konstantinopel zum Bischof geweiht, um die Sakramente für die Mönchsgemeinschaften zu spenden.
Trotz seines Bischofsamtes führte Metropolit Chrysostomos ein einfaches Leben: Die Gewänder und bischöflichen Insignien trug er nur während der Gottesdienste, im Alltag unterschied er sich in nichts von den einfachen Mönchen. Seine Zelle war nur mit Büchern gefüllt, und alle ihm geschenkten Mitren und Gewänder verschenkte der Metropolit an andere Bischöfe.
Als Professor und langjähriger Direktor der Athonischen Kirchenakademie „Afoniada” hinterließ er ein bedeutendes geistliches und wissenschaftliches Erbe. Mit eigenen Mitteln restaurierte der Metropolit alte Kirchen und half beim Bau neuer.
Die Beisetzung des Erzbischofs fand am 2. Oktober auf dem Klosterfriedhof der Großen Lavra statt. An der Trauerfeier nahmen drei Erzbischöfe, die Oberen der Klöster des Athos, zahlreiche Mönche und Geistliche sowie die derzeitigen Schüler der „Afoniada“ teil, die sich gebeterfüllt von ihrem Lehrer verabschiedeten.
Am Ende der Gedenkfeier betonten die Geistlichen in ihren Abschiedsworten besonders, dass Metropolit Chrysostomos sein ganzes Leben lang ein wahrer Heiliger des Athos gewesen sei. Er war ruhig und wollte nicht, dass man ihn als einzigen Erzbischof, der auf dem Athos lebte, mit Lob überschüttete.
Die Brüder von Athos hoben besonders seine Demut, seine Gelehrsamkeit und sein heiliges Leben hervor und bezeichneten den Metropoliten als einen wahren Asketen von Athos.
Er starb im Alter von 92 Jahren nach der Liturgie in seiner Mönchszelle.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Äbte und Mönche von 40 Klöstern in Griechenland und auf dem Berg Athos sich für die Unterstützung der UOK ausgesprochen hatten.
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