Erstmals seit 25 Jahren: Neue katholische Kirche in Wien eröffnet

Das Zentrum Johannes Paul II. im 2. Gemeindebezirk öffnete diese Woche seine Türen. Foto: kathpress
In Wien ist erstmals seit einem Vierteljahrhundert wieder eine neue katholische Kirche eröffnet worden. Das von der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi geführte Zentrum Johannes Paul II. in der Praterstraße nimmt in dieser Woche offiziell den Betrieb auf. Bislang wurden in den vergangenen Jahren ausschließlich orthodoxe Kirchen neu errichtet. Darüber berichtete die Katholische Presseagentur Österreich auf ihrer Webseite.
Das neu gestaltete Gebäude, das zuvor ein leerstehendes Hotel war, beherbergt eine Kapelle mit 300 Sitzplätzen, ein Straßencafé, Veranstaltungsräume, einen Kinder- und Jugendbereich, Büros sowie Gästezimmer. Die Finanzierung erfolgte ausschließlich durch Spenden. Das Zentrum richtet sich ausdrücklich an gläubige und nichtgläubige Menschen gleichermaßen und versteht sich als Ort des Austauschs und der „kreativen Glaubensverkündigung“.
Die Leitung betont, dass nicht äußere Gestaltung, sondern die zwischenmenschliche Atmosphäre und das soziale Engagement im Zentrum stehen sollen. Die Gemeinde, die bereits seit 2015 besteht, zählt rund 400 regelmäßige Messbesucher.
Mit der Eröffnung setzt die Erzdiözese Wien – nach Jahrzehnten ohne Kirchenneubauten – ein sichtbares Zeichen für missionarische Präsenz in der Stadt. Während in den letzten Jahren vor allem orthodoxe Kirchenbauten, etwa von serbischer oder rumänischer Seite, das kirchliche Bild in Wien mitprägten, ist dies der erste neue katholische Sakralraum seit 25 Jahren.
Die UOJ berichtete zuvor, dass eine Serie von Schändungen in Wien die christliche Gemeinschaft erschüttert.
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