Die gute Hoffnung als Weg des Glaubens – Metropolit Grigorije predigte in Stuttgart
Metropolit Grigorije, Bischof der Serbisch-Orthodoxen Eparchie von Düsseldorf und ganz Deutschland, besuchte die Stuttgarter Gemeinde zum Patronatsfest. Foto: eparhija-nemacka.com
Am 21. September 2025, dem 15. Sonntag nach Pfingsten und dem Fest der Geburt der Allerheiligsten Gottesgebärerin, feierte Metropolit Grigorije, Bischof der Serbisch-Orthodoxen Diözese von Düsseldorf und ganz Deutschland, die Göttliche Liturgie in der Kirche der Versammlung der Serbischen Heiligen in Stuttgart. Anlass war zugleich das Patronatsfest der Gemeinde. Darüber berichtete die Eparchie auf ihrer Webseite.
In seiner Predigt betonte Metropolit Grigorije die geistliche Bedeutung des Evangeliums von Maria und Martha (Lk 10,38–42) und stellte es in den Zusammenhang des Marienfestes. Die Figur der Maria, die Christus zuhört, und das stille, leidensvolle Leben der Gottesmutter seien Vorbilder für alle Gläubigen: „Nur eines ist notwendig – an Christus und seine unaussprechliche Liebe zu glauben und auf ihn zu hoffen, ihm unser Leben im Vertrauen zu schenken.“
Die Gottesgebärerin, so Metropolit Grigorije, habe in der dunkelsten Stunde – unter dem Kreuz – gehofft und geglaubt. Ihre Hoffnung sei keine naive Erwartung, sondern eine tiefe geistliche Haltung, die über Raum und Zeit hinausweise. In diesem Geist rief er dazu auf, dem Beispiel der Muttergottes und der Heiligen zu folgen: in allem den Blick auf das Ewige zu richten, nicht auf das Flüchtige. Wahre Hoffnung, so der Metropolit, sei kein oberflächlicher Optimismus, sondern die Gewissheit, dass Christus das Leben sei – auch im Leiden, auch im Tod.
Zugleich warnte der Geistliche vor geistlicher Zerstreuung durch „viele Sorgen“, wie es Martha im Evangelium erging: „Wir alle sagen oft: ‚Dir, Herr‘ – aber wir handeln nicht so.“ Die wahre Nachfolge Christi beginne dort, wo der Mensch sein Leben vollständig in Gottes Hände lege, wie es die Gottesmutter mit ihrem „Mir geschehe nach deinem Wort“ getan habe.
Nach der Liturgie feierte die Gemeinde die Tempelslava mit festlicher Agape, organisiert von den Gemeindemitgliedern. Die Kinder trugen ein Kulturprogramm vor.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Grigorije in Hildesheim zum materiellen Verzicht aufgerufen hatte.
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