Patriarch Porfirije rief zum Leben nach dem Gesetz Christi auf
Patriarch Porfirije ermutigte die Gläubigen, trotz Widerständen den christlichen Weg zu gehen. Foto: spc.rs
Am 20. September 2025 feierte die Serbisch-Orthodoxe Kirche das 800-jährige Bestehen des Klosters Mesić im Osten Serbiens mit einer feierlichen Liturgie unter der Leitung von Patriarch Porfirije. Das traditionsreiche Kloster wurde im 13. Jahrhundert mit dem Segen des Heiligen Sava gegründet und zählt zu den ältesten geistlichen Stätten der Region. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Patriarch Porfirije erinnerte an die bleibende Bedeutung des Evangeliums für das serbische Volk. In seiner Predigt rief er dazu auf, das Gesetz Gottes und die Liebe zu Gott und dem Nächsten zur Grundlage des Lebens zu machen.
Der Patriarch betonte, dass es unter dem Himmel nur zwei Wege gäbe: den nach dem Gesetz der Menschen und den nach dem Gesetz Gottes. Letzteres sei das Evangelium – ein Gesetz der Liebe, der Vergebung und der Gnade. Der Patriarch warnte davor, sich von kurzfristigen Erfolgen oder egoistischen Zielen leiten zu lassen. Wer sich für Christus entscheide, müsse mit Widerstand rechnen – doch das Kreuz sei kein Zeichen der Niederlage, sondern des Sieges über Sünde und Tod.
Patriarch Porfirije rief dazu auf, dem Beispiel der heiligen Vorfahren zu folgen, die sich vor acht Jahrhunderten bewusst für ein Leben nach dem Evangelium entschieden. Das Kloster Mesić stehe als lebendiges Zeugnis dieser Entscheidung. Die Kirche sei der Leib Christi, sagte Porfirije, und alle Getauften seien Glieder dieser Gemeinschaft. Es gelte, sich selbst im Licht des Evangeliums zu prüfen und täglich neu für den Weg Gottes zu entscheiden.
Zum Abschluss ermutigte der Patriarch die Gläubigen, nicht auf das Urteil der Welt zu achten, sondern standhaft im Glauben zu bleiben: „Was wir anderen tun, tun wir Christus selbst“, sagte Porfirije. Der dreieinige Gott sei der Ursprung aller Wahrheit und Hoffnung – und das Gesetz Christi bleibe auch in Zeiten des Wandels der feste Grund für alle, die an ihn glauben.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Porfirije vor „Spaltungen als Quelle des Bösen“ gewarnt hatte.
Lesen Sie auch
Georgische Kirche verurteilte Mord am Mönch der Swjatogorsker Lawra
Vertreter des Georgischen Patriarchats nannten die Tötung abscheulich und warnten, dass die Verfolgung der Kirche um politischer Ziele willen ein vollkommen empörendes Ereignis sei.
Bischof Irenei in London: „Das Leben triumphiert über den Tod“
Der Bischof der Russischen Auslandskirche predigte zum Hochfest der Entschlafung Mariens.
Erzpriester Slobodan Tijanić: Mariä Entschlafung weist zum ewigen Leben
Der serbisch-orthodoxe Priester stellte die Gottesmutter als Vorbild für Glauben, Gottvertrauen und die Bereitschaft heraus, auch in Leid und Prüfungen dem Willen Gottes zu folgen.
RBB-Reportage: Besuch im russisch-orthodoxen Kloster St. Georg
Moderatorin Leslie Nachmann erlebte Liturgie, Gemeinschaft und gelebte Nächstenliebe im Kloster St. Georg in Götschendorf.
Orthodoxes Institut Saint-Serge bietet Fortbildung zu Kommunikation an
Online-Kurs verbindet theologische Grundlagen mit praktischen Fragen christlicher Kommunikation in digitalen und kulturell vielfältigen Lebenswelten.
Priester Konstantin Anikin: Gottesmutter als Hoffnung auf die Auferstehung
Der Priester der Berliner Gemeinde des Heiligen Isidor betonte in seiner Predigt die Bedeutung der Gottesgebärerin als Fürsprecherin und Hoffnung der Christen.