Patronatsfest in Wiesbaden: Neues Andachtshaus eingeweiht

In Wiesbaden nahm einst der monastische und priesterliche Weg des heutigen Metropoliten Mark von Berlin und Deutschland seinen Anfang. Foto: Der Bote

In Wiesbaden nahm einst der monastische und priesterliche Weg des heutigen Metropoliten Mark von Berlin und Deutschland seinen Anfang. Foto: Der Bote

Zum Patronatsfest der russisch-orthodoxen Kirche der heiligen gerechten Elisabeth auf dem Neroberg in Wiesbaden versammelten sich zahlreiche Gläubige, um gemeinsam mit Metropolit Mark, dem geistlichen Oberhaupt der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), die Göttliche Liturgie zu feiern. Anlass war nicht nur das Gedenken an die Namenspatronin der Kirche, sondern auch die feierliche Einweihung eines neuen Andachtshauses. Dies teilte die Diözese auf ihrem Telegram-Kanal mit.

Die Liturgie in der historischen Kirche, die auf Initiative von Herzog Adolph von Nassau zum Gedenken an seine jung verstorbene Frau Elisabeth Michailowna errichtet wurde, wurde von Metropolit Mark geleitet. Mit ihm konzelebrierten Bischof Hiob von Stuttgart und 13 Priester. In seiner Predigt erinnerte Bischof Hiob an die biblischen Vorbilder Zacharias und Elisabeth, die in der Stille ihrer Familie Raum für Gott geschaffen hätten – ein Beispiel, dem auch die Erbauer der Kirche sowie die heutigen Gläubigen gefolgt seien.

Im Anschluss wurde das neue Andachtshaus gesegnet, das sich harmonisch in das Gelände hinter dem Pfarrhaus einfügt. Der Bau erfolgte unter der Leitung von Hypodiakon Michael Gorachek und wurde durch den selbstlosen Einsatz vieler freiwilliger Helfer und Spender ermöglicht, ist aber noch nicht vollständig finanziert. Die Gemeinde bittet daher weiterhin um Spenden zur Deckung der Kosten.

Der Ort hat eine besondere Bedeutung für die Diözese, da hier nicht nur die Zeugnisse russischer Kultur und Orthodoxie in Deutschland sichtbar sind, sondern auch der geistliche Weg von Metropolit Mark begann. Nach Liturgie, Einweihung und Festessen hielten Metropolit Mark und Bischof Hiob ein Totengedenken am Grab von Erzbischof Agapit (1955 – 2020) auf dem russischen Friedhof ab.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Mark den Standort für die neue Klosterkirche auf Schloss Seyfriedsberg gesegnet hatte.

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