Gedenkfeier für Erzbischof Feofan (Galinsky) in der Berliner Diözese
Erzpriester Boris Ustimenko und Archimandrit Alexander (Zarkeshev) erinnerten an den verstorbenen Hirten. Erzbischof Tichon zelebrierte das liturgische Totengedenken. Foto: rokmp.de
Am 11. September 2025 gedachten Gemeinde und Klerus mit einer Gedenkfeier auf dem russisch-orthodoxen Friedhof in Berlin-Tegel Erzbischof Feofan (Galinsky). Mit dem Gottesdienst erinnerte Erzbischof Tichon von Ruza, Administrator der Diözese Berlin und Deutschland der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK), an seinen Vorgänger, den ersten Bischof der vereinten Berliner Diözese, der 2017 verstarb. Darüber berichtete die Diözese auf ihrer Webseite.
Geboren 1954 in Bila Zerkwa im Oblast Kiew, absolvierte der Geistliche seine theologische Ausbildung in Leningrad und Regensburg. Seit Januar 1991 war er Bischof von Berlin und Leipzig. Nach der Vereinigung der drei deutschen Diözesen zur Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche 1992 wurde er deren erstes Oberhaupt als Bischof von Berlin und Deutschland. 1996 erfolgte seine Erhebung zum Erzbischof durch Patriarch Alexius II.
Er war bekannt für seine liturgische Gelehrsamkeit und engagierte sich auch im kirchlichen Außenamt. 2017 verstarb er nach schwerer Krankheit in Berlin.
An dem liturgischen Totengedenken (Pannikhida) nahmen zahlreiche Geistliche aus verschiedenen Teilen der Diözese sowie Gemeindemitglieder teil. In Predigten und Ansprachen wurde an seinen starken Glauben, seine Liebe zur Kirche und sein theologisches Wirken erinnert.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Tichon in Berlin zum Gedenken an Johannes den Täufer predigte.
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