Gemeinden pflegten ihre sprachliche Identität in der Diaspora

Priester Dr. Nicolae Dura, Vikar für Österreich, begrüßte die Gäste in Wien. Foto: Gemeinde

In Wien wurde am Sonntag, dem 31. August 2025, feierlich der Tag der rumänischen Sprache begangen. Die Veranstaltung fand in der rumänisch-orthodoxen Pfarrkirche „Bei der Heiligen Auferstehung“ zusammen mit der Gemeinde „St. Apostel Andreas“ statt und wurde unter Leitung von Priester Dr. Nicolae Dura, Vikar für Österreich, organisiert. Zahlreiche Gläubige, Vertreter der rumänischen und moldauischen Botschaften sowie weitere Gäste nahmen daran teil. Darüber berichtete die Metropolie mit Sitz in Nürnberg auf ihrer Webseite.

Priester Nicolae Dura hob in seiner Ansprache die zentrale Rolle der Muttersprache für die kulturelle Identität rumänischer Gemeinschaften im Ausland hervor. Die Sprache sei nicht nur ein Kommunikationsmittel, sondern auch Ausdruck der Spiritualität und der Verbindung zu Gott – insbesondere im Gebet und in der religiösen Erziehung der Kinder.

Auch diplomatische Vertreter würdigten den Einsatz für den Erhalt der rumänischen Sprache in der Diaspora. Andrea Amza-Andraș, Geschäftsträgerin der rumänischen Botschaft in Wien, dankte Eltern, Lehrkräften und Priestern für ihr Engagement und betonte die Bedeutung des muttersprachlichen Unterrichts in Österreich. Prof. Dr. Beatrice Baumgartl informierte über die bestehenden Möglichkeiten des Sprachunterrichts und bezeichnete die rumänische Sprache als „Brücke zwischen den Generationen“.

Die Botschafterin der Republik Moldau in Wien, Victoria Rosa, unterstrich bei ihrer Teilnahme die kulturelle und sprachliche Einheit zwischen Rumänien und Moldau.

Der Tag der rumänischen Sprache wird seit 1990 in der Republik Moldau und seit 2013 auch offiziell in Rumänien gefeiert. Weltweit ist er ein starkes Symbol für die rumänische Identität. In diesem Jahr wurde der Tag auch durch die Präsenz des rumänischen Präsidenten und des Außenministers in Chișinău aufgewertet – ein Zeichen der engen Verbindung beider Länder.

Die Feier in Wien war somit nicht nur ein kulturelles Ereignis, sondern auch ein Ausdruck der spirituellen und sprachlichen Verbundenheit der rumänischen Gemeinschaften im Ausland.

Die UOJ berichtete zuvor, dass rumänisch-orthodoxe und katholische Christen in Österreich der Schöpfung gedacht hatten. 

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