Orthodoxe und katholische Christen gedachten in Österreich der Schöpfung
Gemeinsam für den Schutz der Umwelt: Christen aus Krems an der Donau und Sankt Pölten. Foto: mitropolia-ro.de
Zum dritten Mal in Folge begingen die rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinden Krems an der Donau und Sankt Pölten gemeinsam den Tag der Schöpfung am 1. September. Ziel der liturgischen Feier war es, das Bewusstsein für die Verantwortung gegenüber der Umwelt zu stärken und der gemeinsamen christlichen Sorge um die Schöpfung Ausdruck zu verleihen. Darüber berichtete die zuständige deutsche Metropolie der Rumänisch-Orthodoxen Kirche mit Sitz in Nürnberg auf ihrer Webseite.
Die Vesper der Schöpfung wurde dieses Jahr von Pfarrer Mag. Cătălin Soare vorbereitet. Wie bereits in den Vorjahren nahmen auch Vertreter der römisch-katholischen Diözese St. Pölten an der Feier teil, darunter Generalpfarrer Christoph Weiss, Mag. Paul Przybysz und Mag. Martin Hochedlinger. Das Treffen stand im Zeichen der ökumenischen Zusammenarbeit und des gemeinsamen Engagements für den Klimaschutz.
Im Rahmen der Feier brachten die orthodoxen Gläubigen Gaben aus ihren Gärten – Früchte, Gemüse, Honig und Blumen – als Ausdruck von Dankbarkeit und zur Segnung vor den Altar. Am Ende des Gottesdienstes pflanzten die anwesenden Geistlichen vier Sträucher als symbolisches Zeichen der gemeinsamen Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung. Abschließend waren alle Teilnehmer zur Agape eingeladen.
Die Veranstaltung steht im größeren Zusammenhang kirchlicher Umweltverantwortung: Seit 1990 ruft der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel zum Schutz der Umwelt auf, und der 1. September wurde offiziell als „Tag der Schöpfung“ anerkannt. Sowohl die Rumänisch-Orthodoxe Kirche als auch die römisch-katholische Kirche unterstützen diesen Weg seither durch liturgische, theologische und praktische Beiträge zum Klimaschutz. In russisch-orthodoxen Kirchen findet aus diesem Anlass ein Gebet für die Schöpfung statt.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die rumänisch-orthodoxe Gemeinde in Frankfurt den Stadtpatron Bartholomäus geehrt hatte.
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